Stadt Bornheim legt Wahlkreise für Kommunalwahl 2020 fest

Wahlen in NRW : Rösberg bleibt bei Kommunalwahl bei zwei Wahlkreisen

Die Stadt Bornheim hat die Wahlkreise für die Kommunalwahl 2020 festgelegt. Röseberg bleibt geteilt, auch sonst gibt es nur kleine Änderungen gegenüber 2014.

Am 13. September 2020 sind auch die Wahlberechtigten in Bornheim aufgerufen, einen neuen Stadtrat sowie ein neues Stadtoberhaupt zu wählen. Am Dienstagabend hat der Bornheimer Wahlausschuss die strukturellen Grundlagen für die Kommunalwahl gelegt. Der Ausschuss besteht aus Bürgermeister Wolfgang Henseler – allerdings in seiner Funktion als Wahlleiter – sowie aus Ratsmitgliedern.

Gewählt werden 44 Ratsmitglieder, 22 davon als Direktkandidatinnen und -kandidaten in 22 Wahlbezirken. Einstimmig beschlossen die Kommunalpolitiker den Vorschlag der Stadtverwaltung zur Einteilung der Wahlbezirke. Dabei ist einiges zu beachten.

Da die in den 22 Bezirken gewählten Männer und Frauen möglichst gleich viele Bürger repräsentieren sollen, ergibt sich bei der Einwohnerzahl Bornheims von 46 588 Deutschen und EU-Staatsangehörigen zum Stichtag 30. April eine durchschnittliche Größe von 2118 Einwohnern pro Wahlbezirk. Nach rechtlichen Vorgaben ist eine Abweichung von 530 Einwohnern mehr oder weniger zulässig. Ebenso können Wahlbezirke aus praktischen Gründen noch in Stimmbezirke unterteilt werden.

Die vom Wahlausschuss beschlossene Einteilung orientiert sich im Großen und Ganzen an der Aufteilung zur Kommunalwahl 2014. Lediglich einige kleine Korrekturen wurden vorgenommen. Der größte Wahlbezirk ist G 17 (Sechtem I) mit 2606 Einwohnern, der kleinste ist mit 1737 Einwohnern G 20 (Uedorf/Hersel).

Vorstoß der SPD abgelehnt

Keinen Erfolg hatte die SPD mit einem Vorstoß für Rösberg. Bereits bei der vergangenen Kommunalwahl war der Ort auf zwei Wahlkreise aufgeteilt gewesen. Das ist auch diesmal der Fall. Je nachdem, wo man in Rösberg wohnt, gehört man zum Wahlkreis G 11 (Hemmerich/Rösberg) oder zum Wahlkreis G 12 (Rösberg/Merten). Es gehe darum, die Aufteilung des Orts nicht zu einer Dauereinrichtung zu machen, sagte SPD-Ratsherr Wilfried Hanft in der Ausschusssitzung.

Der Vorschlag der Sozialdemokraten war, Teile Kardorfs zum Hemmericher Wahlkreis zuzuschlagen und Rösberg mit einigen Einwohnern Mertens zu einem Wahlkreis zu machen. Das sei auch keine Ideallösung, räumte Hanft ein, aber der Versuch, eine Einteilung nicht immer zulasten einer Ortschaft vorzunehmen.

Die anderen Wahlausschussmitglieder lehnten den Vorstoß der SPD ab. Michael Söllheim (CDU) freute sich über die Kontinuität bei der Wahlkreiseinteilung. Veränderungen werde es in den nächsten Jahren sowieso durch Neubaugebiete geben. Christian Koch (FDP) meinte, Kontinuität bei der Einteilung sei sinnvoll, um Wahlergebnisse vergleichbar zu machen. Maria Koch (Grüne) meinte, dass die Menschen auf ihr Wahlbüro geeicht seien und auch Hans Gerd Feldenkirchen (UWG) sah keine Veranlassung, die Wahlkreise zu ändern.

Mehr von GA BONN