Ärger um Schulbusse: Stadt Bornheim kündigt Schulbusunternehmen

Ärger um Schulbusse : Stadt Bornheim kündigt Schulbusunternehmen

Nach Ausfällen und Verspätungen zum Schulanfang soll ab Montag ein neuer Anbieter die Fahrten übernehmen. Betroffen waren die Verbundschule in Uedorf, die Grundschulen in Hersel und Rösberg sowie die Europaschule in Bornheim.

Ab Montag, 11. September, soll der Schulbusverkehr im Bornheimer Stadtgebiet wieder verlässlich rollen – allerdings mit einem anderen Busunternehmen als bislang. Wie die Stadt mitteilt, hat sie dem bisherigen Anbieter zum 8. September gekündigt, nachdem es zum Schulstart zu Ausfällen und Verspätungen gekommen war. Wie berichtet, hatte das Unternehmen dies der Stadt gegenüber mit krankheitsbedingten Personal-Engpässen begründet. Die Verbundschule in Uedorf, die Grundschulen in Hersel und Rösberg sowie die Europaschule in Bornheim sind davon betroffen.

Wie Bürgermeister Wolfgang Henseler dem GA sagte, habe die Stadt das Busunternehmen bereits zwei Mal abgemahnt – einmal wegen der jetzigen Ausfälle, aber auch vor den Ferien schon, nachdem Beschwerden eingegangen seien. Das Vertrauen in das Unternehmen, das den Schulbusverkehr mehrere Jahre gelenkt habe, sei nun nicht mehr gegeben. „Das geht überhaupt nicht, dass Kinder deutlich verspätet oder gar nicht abgeholt werden“, so Henseler. Er müsse Schulen und Eltern ein Kompliment aussprechen, dass sie sich untereinander organisiert hätten.

Auch Schuldezernentin Alice von Bülow dankt für die „Geduld und Eigeninitiative der Eltern und die Hilfe der Schulen und Offenen Ganztagsschulen“. Das Schulamt bittet um Verständnis, dass es am Donnerstag und Freitag noch zu Verzögerungen kommen kann. Ab Montag übernimmt dann die Rheinland Touristik den Betrieb des Schülerspezialverkehrs – allerdings erst mal für sechs Monate, wie Henseler erklärt. Diesen Zeitraum könne die Verwaltung ohne ein aufwendiges Ausschreibungsverfahren vergeben.

Dem hat der Haupt- und Finanzausschuss am Dienstagabend per Dringlichkeitsentscheidung zugestimmt. „Wir prüfen jetzt, ob wir eine Ausschreibung mit zwei Losen – eines für die Grundschulen und die Verbundschule Uedorf und eines für die weiterführenden Schulen – vorbereiten“, sagt Henseler. Die Überlegung sei, den Busverkehr für die weiterführenden Schulen mehr auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu verlagern. Da sich das Angebot auf verschiedenen Linien verbessert habe, führen heute Schul- und öffentliche Busse teils parallel oder hintereinander.

Ab Montag gelten nun laut Stadt leicht veränderte Fahrpläne und Haltestellen. Diese seien angepasst worden, um den Schulbusverkehr im Stadtgebiet zu optimieren. Schulleitungen und Eltern seien darüber bereits informiert.