Ampel an der Elbestraße in Hersel: Stadt baut Verkehrsinsel aus

Ampel an der Elbestraße in Hersel : Stadt baut Verkehrsinsel aus

Mit Unmut haben die Mitglieder des Bornheimer Stadtentwicklungsausschusses in ihrer jüngsten Sitzung die Nachricht zur Kenntnis genommen, dass es keine Ampel an der Kreuzung von Elbestraße (L 300), Richard-Piel-Straße und Erftstraße in Hersel geben wird (der GA berichtete).

"Die Verwaltung hat wirklich alles versucht, um diese Ampel zu realisieren", sagte Johannes Pieck, der den Bereich Straßenverkehr bei der Stadt leitet. Sein fachlicher Rat laute, die Bemühungen nicht weiter auf die Ampel zu fokussieren: "Sie ist nicht umsetzbar."

Mit der Ampel sollte die Sicherheit für Kinder und Jugendliche, die zum neuen Sportplatz wollen, sowie für Spaziergänger, Jogger und Friedhofsbesucher, die die viel befahrene Elbestraße queren, erhöht werden. In vielen Gesprächen konnte die Stadtverwaltung nach ihren Angaben jedoch kein Einvernehmen mit dem für diese Landesstraße zuständigen Landesbetrieb Straßenbau NRW erzielen.

Nach dessen Ansicht müsste eine neue Ampel mit der Signaltechnik der vorhandenen Bahnschranke kombiniert werden. Seien die beiden Anlagen getrennt geschaltet, erhöhe sich die Gefahr von Verkehrsunfällen.

Eine zusätzliche Fußgängerampel in die Steuerung des Bahnübergangs zu integrieren, wäre aber sehr teuer. Wie Pieck sagte, müsste die Stadt dafür mit einem sechsstelligen Betrag rechnen. Ein Problem sei aber auch, dass die Bahnsicherungsanlage mehr als 30 Jahre alt sei.

"Wir sollten bei der Stange sein, wenn die Ampelanlage erneuert werden muss", regte Markus Hochgartz (Grüne) an, das Thema nicht aus den Augen zu verlieren. Auch wenn die Stadt sich nun unter Beteiligung des Kreisstraßenverkehrsamtes als zuständiger Fachaufsicht mit dem Landesbetrieb auf einen Kompromiss verständigt hat: Die vorhandene Verkehrsinsel soll unter anderem verbreitert und ein Stück in Richtung der Kreuzung versetzt werden.

Zudem soll auf der Elbestraße eine kurze Linksabbiegerspur aus Fahrtrichtung Bonn eingerichtet werden sowie ein kurzer Fußweg auf der östlichen Seite der L 300 zwischen der Verkehrsinsel und dem Weg zur Aegidiusstraße. Der Erste Beigeordnete Manfred Schier verwies noch einmal darauf, dass es sich nicht um ein Zwischenergebnis handle, sondern das Verfahren nun nach mehr als zwei Jahren beendet worden sei.

Die Stadt sei gehalten, sich auf den Kompromiss einzulassen und habe nun gewissermaßen den "schwarzen Peter". Sie baue nun, um nicht länger zu warten. Und auch die Kosten für die Kompromisslösung mit dem Ausbau der Verkehrsinsel hat die Stadt zu tragen, da sie dies durch den Sportplatzbau gewissermaßen erforderlich gemacht hat. Wie hoch die Kosten sein werden, steht nach Angaben der Verwaltung noch nicht fest.

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