Eisenbahn in Bornheim-Roisdorf: Sorge um die Bäume wegen Lärmschutz

Eisenbahn in Bornheim-Roisdorf : Sorge um die Bäume wegen Lärmschutz

Eine Roisdorferin befürchtet einen Kahlschlag an der Custorstraße. Dort will die Deutsche Bahn nämlich Lärmschutzwände errichten lassen. Aus Sicht der Bahn gibt es aber keinen Grund zur Sorge.

Um die Bäume und den Grünbewuchs entlang der Bahntrasse an der Roisdorfer Custorstraße sorgt sich Anwohnerin Marlies Klein. Die Straße gehört zu dem Abschnitt, in dem die Deutsche Bahn wie berichtet Lärmschutzwände errichten will.

„Wenn ich jetzt die Rollläden hochziehe und aus dem Fenster schaue, gucke ich auf blühende Bäume – und demnächst dann auf eine blöde Wand“, befürchtet die Bürgerin. „Das ist natürlich ein zweischneidiges Schwert“, ist ihr bewusst, immerhin tue die Bahn mit den Wänden ja etwas für den Schallschutz. Aber es tue ihr auch leid um die Bäume, wenn diese dafür weichen müssten. Auch Vögel säßen oft auf den Ästen.

Bäume werden nur zurück geschnitten

„Im Bereich der geplanten Schallschutzwand bleiben die Bäume erhalten. Es wird lediglich der Bewuchs gegebenenfalls zurückgeschnitten“, kann ein Bahnsprecher auf Nachfrage des GA beruhigen. „Im Bereich der Fußgängerunterführung an der Custorstraße haben wir für den obersten Meter transparente Elemente vorgesehen, um zu verhindern, dass es am Zugang zur Unterführung zu viel Schatten gibt“, erklärt er weiter.

Im Anschluss an die Unterführung werde die Schallschutzwand teilweise wieder hinter bestehenden Bäumen verlaufen. „Die Wand wird sich hier verträglich in das Ortsbild einfügen“, so der Bahnsprecher. Eine Begrünung sei allerdings nicht möglich, da die Pflanzen in die Wandelemente hineinwachsen und somit die Wirksamkeit des Schallschutzes mindern könnten, erklärt er.

Drei Schallschutzwände sollen errichtet werden

Insgesamt sind wie berichtet drei Schallschutzwände entlang der Köln-Bonner Bahnstrecke in Roisdorf und Alfter geplant, die zusammengenommen eine 2,4 Kilometer lange Strecke abdecken. Circa 3,7 Millionen Euro aus einem freiwilligen Programm des Bundes zur Lärmsanierung fließen in den Bau der jeweils drei Meter hohen Wände, die überwiegend in Grau- und Grüntönen gehalten sind.

Derzeit laufen allerdings noch Planungen und das Genehmigungsverfahren. Voraussichtlich Ende 2018 sollen die Bauarbeiten starten.