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„Bornheim Live“: So war die Gewerbeschau in der Bornheimer City

„Bornheim Live“ : So war die Gewerbeschau in der Bornheimer City

Die Bornheimer Einzelhändler haben sich am Wochenende von ihrer besten Seite gezeigt. Zum ersten Mal fand die Gewerbeschau "Bornheim Live" an zwei Tagen statt - verkaufsoffener Sonntag inklusive.

Ob selbst gebrautes Bier oder Smoothie, Kibbeling oder Krakauer, Hundeleine oder Goldschmuck: Wer die Vielfalt suchte, war bei der Gewerbeschau „Bornheim Live“ mit Automeile, verkaufsoffenem Sonntag und parallel laufender Großkirmes richtig. Flanieren, shoppen und genießen hieß es bei der 33. Auflage des vom Bornheimer Gewerbeverein ausgerichteten Fests, das in den vergangenen Jahren sein Gesicht veränderte und in diesem Jahr sogar an zwei Tagen in die Bornheimer City lockte.

Während am Samstag aufgrund der heißen Temperaturen nur wenige Besucher den Weg zur Königsstraße gefunden hatten, zeigten sich „Kö“ und Peter-Hausmann-Platz am Sonntagnachmittag gut gefüllt. Viele Geschäfte öffneten ihre Türen ab 13 Uhr zum verkaufsoffenen Sonntag. „Gerade in einer Zeit stärkeren Wettbewerbs möchten wir unseren Kunden und Gästen demonstrieren, wie vielfältig und qualitativ hochwertig das Angebot im Bornheimer Zentrum ist“, sagte Karl Aouane, Geschäftsführer des Bornheimer Gewerbevereins. Besonders angetan zeigte er sich vom Angebot des Bornheimer Bierbrauers Ralf Mohr aus Sechtem, der an seinem Stand auf der Automeile am Peter-Hausmann-Platz Bier braute und interessierten Besuchern Prozesse wie Mälzen, Schroten, Maischen und Läutern näher brachte.

Bierbrot zum Probieren

Zum Probieren gab es das sogenannte Bierbrot, für das der „Treber“ genannte Malzschrot die Grundlage bildet. Wer eine oder mehrere Flaschen des echten Bornheimer Flaschenbiers kaufte, tat gleichzeitig etwas Gutes: „Der Verkaufserlös kommt dem Verein Rückenwind Alfter-Bornheim zugute“, berichtete Mohr, der auch Braukurse anbietet.

Von einer ähnlich gelungenen Kooperation konnte Dominik Pinsdorf als Vorsitzender des Stadtjugendrings berichten: Heike Fuß, Inhaberin des Geschäfts „Genussvoll Leben“ an der Königstraße, spendet die Einnahmen aus dem Waffelverkauf und alle Trinkgelder, die zwischen dem 15. August und dem 15. September in ihrem Geschäft anfallen, dem Stadtjugendring, der in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiert.

Fliegende Besucher hatte Friedel Mirbach vom Imkerverein Vorgebirge zur Gewerbeschau mitgebracht. Die Idee, den Imkerverein einzuladen, hatte Markus Reiz, Inhaber der Donatus-Apotheke an der Königstraße. „Bienen sind derzeit ein großes Thema, weil sie in vielerlei Hinsicht wichtig für uns sind“, sagte Reiz. „Seit Jahrhunderten wird Honig als Arzneimittel verwendet, und auch in unserer Apotheke bieten wir viele Bienenprodukte an.“

Vereine stellen sich vor

Über große Nachfrage konnte sich Val Monteiro freuen. Die Brasilianerin ist seit April mit ihrem Geschäft „Casa do Capim“ am Stationenweg ansässig und verkauft Goldschmuck aus ihrer Heimat. „Die Besucher sind sehr interessiert, und ich habe schon viel verkauft“, sagte die Geschäftsfrau. Das Highlight am Stand von Ralf Lacoste vom Geschäft „Tour de Provence“ war der Gin „Cicada“ aus einer kleinen Destillerie im südfranzösischen Toulon.

Neben den Verkaufsständen stellten auch zahlreiche Vereine und ehrenamtliche Gruppen ihr Engagement vor. So informierte die Bornheimer Bürgerstiftung über ihre Arbeit und verkaufte Karten für das Benefizkonzert des Musikers Willi Wilden in der Rheinhalle, dessen Erlös der Bornheimer Musikschule und der Bürgerstiftung zugute kommen soll. Die Basketballabteilung des SG Sechtem und die „Sechtem Torros“ ließen kleine Nachwuchsbasketballer Körbe werfen. Spaß hatte die junge Generation auch bei der Großkirmes auf dem Peter-Fryns-Platz, wo zwei Fahrgeschäfte und Buden lockten.

Für das Rahmenprogramm sorgten die Rheinland Fanfaren Bonn/Hersel, der 1. Bornheimer Judo Club, der Musikverein Bornheim und eine Tanzgruppe des SSV Bornheim, bevor zum krönenden Abschluss ab 17 Uhr die lokale Kultband Los Rockos die Showbühne am Alten Kloster übernahm.