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Enkeltrick: Senior in Bornheim übergibt 15.000 Euro an Betrüger

Enkeltrick : Senior in Bornheim übergibt 15.000 Euro an Betrüger

Ein 91-jähriger Bornheimer ist Opfer von Telefonbetrügern geworden. Als er einen hohen Geldbetrag abheben wollte, wurden Bankmitarbeiter stutzig und informierten die Polizei – da war es jedoch schon zu spät.

Ein 91-jähriger Mann aus Bornheim ist Opfer von Telefonbetrügern geworden. Wie die Bonner Polizei mitteilt, wollte der Senior am Dienstag einen hohen Geldbetrag bei einer Bank in Bornheim abholen. Die Mitarbeiter der Bank wurden misstrauisch und informierten die Polizei.

Es stellte sich heraus, dass der 91-Jährige bereits am 6. März von Betrügern angerufen worden war, die sich am Telefon als Verwandte ausgegeben hatten. Man gab vor, Geld für einen angeblichen Hauskauf zu benötigen. Der Mann übergab schließlich im Bereich des Kneusgenwegs am selben Tag zwischen 17 und 18 Uhr einen hohen Geldbetrag an eine weibliche Abholerin. Nach Informationen des GA sollen es 15000 Euro gewesen sein. Die Frau wird so beschrieben: etwa 25 bis 35 Jahre alt, etwa 1,60 Meter groß, leicht korpulent, schwarz gekleidet, braune Umhängetasche.

Mögliche Zeugen, denen am Übergabeort am vergangenen Freitag verdächtige Fahrzeuge oder Personen aufgefallen sind, werden gebeten, sich bei der Polizei unter ☏ 0228/150 zu melden.

Die Polizei rät: Keine Telefonate über finanzielle Verhältnisse

Für die meisten Telefonbetrüger gilt: Sie sind geschickte Anrufer. Oft sprechen sie ruhig und freundlich, in akzentfreiem Deutsch, sind höflich, seriös und hartnäckig. Sie zielen auf ältere Personen ab und unter den Opfern sind mehr Frauen als Männer. Da die Ermittlung der Betrüger sehr schwierig ist, setzt die Polizei vor allem auf Prävention.

Die Ermittler raten: „Sprechen Sie mit Bekannten und Familienangehörigen, die zur Zielgruppe der Betrüger gehören, und warnen Sie sie vor den verschiedenen Strategien der Betrüger. Sollten Sie selbst betroffen sein, achten Sie darauf, keine persönlichen Informationen über finanzielle oder familiäre Verhältnisse preizugeben. Lassen Sie nur von der Hausverwaltung angekündigte oder selbst bestellte Handwerker ins Haus. Überprüfen Sie Dienstausweise genau oder vergewissern Sie sich durch eine Abfrage bei der jeweiligen Behörde über die Rechtmäßigkeit des Besuches. Beenden Sie sonderbare Telefonate und verständigen Sie die Polizei unter 110. Und falls die Betrüger doch erfolgreich waren, schämen Sie sich nicht, sondern melden Sie es der Polizei und reden Sie mit anderen darüber. Nur so kann den Tätern das Handwerk gelegt werden.“