Seltener Vogel

Schwarzkehlchen in Breniger Quarzgrube gesichtet. Nachdem sich der BUND 2010 intensiv um die Pflege des Biotops gekümmert hatte, wozu auch die vom Vogelschutz-Komitee und der HIT Umwelt- und Naturschutzstiftung finanzierte Kartierungen gehörten, stellen sich nun die ersten Erfolge ein.

Dafür stehen nicht nur der Nachweis der seltenen Zauneidechse und des Zwergtauchers, sondern auch die Eignung des Gebietes für die Turteltaube, die in der Region laut der Roten Liste für die Niederrheinische Bucht vom Aussterben bedroht ist. Auch gelangen erste Brutnachweise des Neuntöters und des Schwarzkehlchens.

Beliebt ist das Gelände zudem bei Zugvögeln. Selbst sehr seltene Arten wie der Bruchwasserläufer, der Flussuferläufer, der Steinschmätzer und der Gartenrotschwanz waren als Durchzügler festzustellen. Doch es fehlen auch Nachweise für Arten. So konnte ein Nachweis der Wechselkröte oder der Kreuzkröte, die während der Abbautätigkeit vor Jahrzehnten noch festgestellt worden waren, nicht mehr erbracht werden. Für diese Arten kam die Rodung der Pappelwäldchen, die weite Flächen der Quarzgrube bedeckt und damit beschattet hatten, offenbar zu spät. Ebenso fehlt die Ringelnatter.

Das Naturschutzgebiet Quarzgrube Brenig ist ein Gemeinschaftsprojekt des Vogelschutz-Komitees und des BUND. Ehrenamtlich tätige Bornheimer pflegen das Gebiet. ga

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