Musik in Bornheim: Selbst ausprobieren ist Trumpf

Musik in Bornheim : Selbst ausprobieren ist Trumpf

Beim Sommerfest der Musikschule Bornheim zeigen die Schüler ihr Können. Interessierte können Instrumente testen.

. Mit beiden Händen bearbeitet Niklas die Saiten eines Kontrabasses, der locker doppelt so groß ist wie er selbst. Klingt super, meint der dreijährige Knirps – doch wozu braucht man den komischen Stock mit den Haaren dran? „Das ist ein Bogen“, weiß seine Schwester Marie (5), die geduldig über die Saiten einer Geige streicht, bis ein akzeptabler Ton dabei herauskommt.

Ausprobieren, anfassen, informieren – dazu hatten Kinder und ihre Eltern beim Sommerfest der Bornheimer Musikschule am vergangenen Samstag in der Europaschule reichlich Gelegenheit. „Etwa alle zwei bis drei Jahre lädt die Musikschule zum Sommerfest ein“, erklärte Leiterin Mary Schirilla. „Mit dem Fest bieten wir nicht nur den Schülern die Gelegenheit, sich zu präsentieren, sondern geben Interessierten auch einen Einblick in unser vielfältiges Angebot.“

Beides konnte sich wahrlich sehen lassen: Mit „Rock und Pop am Morgen“ starteten die Bands der Musikschule in den Tag und stellten in einem zweistündigen Programm ihr Können unter Beweis. Die Band „High 5“ aus Hersel hatte sogar ihren selbst geschriebenen Song „Voller Wut“ im Gepäck. „Der Song ist auf einer Bandfreizeit im letzten Jahr entstanden“, berichteten Sänger Lars (11), Bassist Julian (12), Gitarrist Julius (12), Schlagzeuger Max (12) und Sängerin Julia (12), die seit drei Jahren zusammen spielen und einmal pro Woche gemeinsam mit Lehrerin Kerstin Körte proben. Einen tollen Auftritt lieferten auch die vier- bis sechsjährigen Jungen und Mädchen der Musikalischen Früherziehungskurse von Tono Hamsen, die ihr Publikum mit einem Begrüßungslied willkommen hießen und anschließend mit Trommelrhythmen einheizten, tanzten und sogar mit Italienisch-Kenntnissen glänzten. Auf insgesamt drei Bühnen sorgt der musikalische Nachwuchs der verschiedenen Instrumentalgruppen sowie der Pop-Jazz-Chor, die Bigband und die Ballettgruppen den ganzen Tag lang für ein abwechslungsreiches Programm. Wie immer gab es bei der Tombola attraktive Preise zu gewinnen und beim musikalischen Flohmarkt konnten Noten, CDs, Instrumentenzubehör und alles „rund ums Instrument“ zu kleinen Preisen erworben werden.

Besonders viel Spaß machte den jüngsten Besuchern der musikalische Parcours mit sieben Stationen. Beim Ertasten von Instrumenten, beim Rhythmustrommeln oder beim Instrumentenpuzzle gab es viel zu erleben. Gute Puste war beim Quietschentchen-Wettrennen gefragt.

Anschließend durften die Kinder den verschiedenen Blockflöten von Lehrerin Katja Beisch einige Töne entlocken. „Die Blockflöte ist ein ernst zu nehmendes Orchesterinstrument und sollte auch als solches wahrgenommen und gelehrt werden“, erklärte die Lehrerin, die dem Ruf der Blockflöte als bloßes „Einsteigerinstrument“ entgegenwirken will.

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