Markt der Möglichkeiten an der Ursulinenschule: Schülerinnen informieren sich bei 74 Unternehmen

Markt der Möglichkeiten an der Ursulinenschule : Schülerinnen informieren sich bei 74 Unternehmen

Sie haben zwar noch einige Zeit des intensiven Lernens vor sich, doch schon jetzt informierten sich zahlreiche Schüler Bornheimer und Bonner Schulen über den Weg, den sie künftig einschlagen könnten.

Der Berufsbildertag "Markt der Möglichkeiten" zog am Samstag über 800 Gymnasiasten und Realschüler in die Ursulinenschule Hersel. "Es ist wichtig, Schülern die Möglichkeit zu geben, sich im Vorfeld der Berufs- und Studienwahl über einzelne Berufsfelder zu informieren", so Franz Buschky, Vorsitzender der Schulpflegschaft.

Mit wachsendem Interesse sowohl von Seiten der Schüler als auch der Aussteller veranstaltet die Mädchenschule den dreistündigen Berufsbildertag bereits zum 22. Mal. In diesem Jahr waren insgesamt 74 Unternehmen und Hochschulen aus Deutschland und den Niederlanden mit ihren Ständen in Hersel vertreten und stellten mehr als 90 Studienwege und rund 300 Ausbildungsziele vor.

"Angefangen hat das Ganze mit Eltern, die den Schülern ihre Berufe vorstellten", berichtet Franz Buschky. Großen Anklang fand der Stand der Bundeswehr. In ihren Luftwaffenuniformen beantworteten Oberstleutnant Markus Baier und Hauptfeldwebel Nadine Neelmeier mit viel Geduld die Fragen der Schüler und gaben Einblick in die unterschiedlichen Karrieremöglichkeiten.

"Ich finde das alles sehr spannend. Abschreckend ist für mich nur, dass man sich damit für eine gewisse Zeit verpflichtet", so Michelle Filz aus der 11. Klasse der Ursulinenschule, die sich ein Medizinstudium bei der Bundeswehr dennoch vorstellen kann. Michelle interessieren außerdem der Beruf der Versicherungskauffrau sowie weitere Berufe im medizinischen Bereich.

"Ich weiß noch nicht ganz genau, wo ich hin will", so die 16-Jährige. Wie Michelle Filz geht es vielen Besuchern an der Herseler Schule. Auch Laura Koosen ist zwischen einem Architekturstudium und der Ausbildung zur Bankkauffrau hin- und hergerissen. "Es ist nicht einfach, das Richtige zu finden. Über viele Berufe weiß man zu wenig", sagt die 16-jährige Ursulinenschülerin. Gut findet sie, dass man auf der Veranstaltung viele neue Perspektiven aufgezeigt bekommt.

So hat sie für sich das Studium der Betriebswirtschaftslehre neu entdeckt. Neue Berufsmöglichkeiten gefunden hat auch Chiara Porr aus der 9. Klasse der Ursulinen-Realschule. Neben dem Beruf als Mediengestalterin und einer Karriere bei der Bundeswehr kann sie sich nun auch vorstellen, eine Ausbildung zum Fluglotsen zu machen. "Da wäre ich sonst niemals drauf gekommen", erzählt die 14-Jährige, die das Abitur machen möchte.

Als Aussteller zum ersten Mal dabei ist Sabine Heimerdingen von der Physio-Akademie "gomedis" in Sechtem. Äußerst fasziniert ist sie von der großen Resonanz des Berufsbildertages. "Es ist für uns eine Möglichkeit, potenzielle Auszubildende der Region auf uns aufmerksam zu machen", berichtet die Inhaberin der Akademie. Begeistert ist sie zudem von der tollen Organisation.

Auch für das kommende Jahr planen das Elternpflegschaftsteam Franz Buschky, Astrid Driller, Petra Janßen und Rainer Kluth zusammen mit den Schulleitern des Gymnasiums, Karl Kühling, und der Realschule, Frank Wasser, einen Markt der Möglichkeiten. "Eine vergleichbare Veranstaltung gibt es an keiner Schule in der Region", sagt Buschky stolz.

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