Viel Anpassungsbedarf: Sanierungsplan für Bornheimer Europaschule steht

Viel Anpassungsbedarf : Sanierungsplan für Bornheimer Europaschule steht

Bevor die Europaschule in Bornheim ihren 9,3 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau bekommt, wird erst einmal der Altbau saniert.

Der Zeitplan zur Erweiterung der sechszügigen Bornheimer Europaschule sowie für einen Neubau der Dreifachturnhalle nimmt Formen an. Wie die Leiterin des Fachbereichs Bauamt und Gebäudewirtschaft, Marita Meskes-Außem, im Ausschuss für Schule, Soziales und demographischen Wandel mitteilte, soll die Ausschreibung der Auftragsvergabe an einen Totalunternehmer Anfang Oktober erfolgen.

Einerseits soll die Europaschule für rund 9,3 Millionen Euro um 1550 Quadratmeter Nutzfläche erweitert und andererseits die Turnhalle abgerissen und für fünf Millionen Euro neu errichtet werden.

Durch die Erweiterung ergibt sich allerdings auch für die Bestandsgebäude ein Umbau- und Sanierungsbedarf, der beispielsweise durch Umnutzung oder Anpassung der Räumlichkeiten an die Anforderungen der Inklusion nötig wird. Den neuesten Anforderungen angepasst werden müssen in den Hauptgebäuden, die aus den 70er Jahren stammen, vor allem Brandschutz, Elektrotechnik, Heizung, Lüftung und Sanitär.

Räume müssen Anforderungen der Inklusion erfüllen

Ein Sanierungskonzept, das jetzt im Schulausschluss vorgestellt und einstimmig beschlossen wurde, soll den Ablauf regeln. Geplant ist, die Sanierung in zwei zeitlich getrennten Phasen und verschiedenen Bauabschnitten über mehrere Jahre anzugehen. In einer jetzt anstehenden ersten Phase soll der aktuelle Anpassungsbedarf umgesetzt werden. Unter anderem stehen hier brandschutztechnische Maßnahmen, die Erneuerung von Sicherheitsbeleuchtungen und Gefahrenmeldeanlagen und die Anbindung der technischen Versorgungsleitungen für den Erweiterungsbau an den Gebäudebestand auf der Agenda.

Außerdem soll die Sanierung der Aula, die bereits mehrfach zurückgestellt wurde, erfolgen – auch um fehlende Raumkapazitäten während der Erweiterungsbauphase kompensieren zu können. Umgesetzt werden soll ferner die mehrfach zurückgestellte Überarbeitung der Parkettböden in der „Oase“, die als Begegnungs- und Veranstaltungsort dient.

Die vorgezogenen Maßnahmen der Phase 1 sollen bis Ende 2019/Anfang 2020 abgeschlossen sein. Die Phase 2 folgt, sobald der Erweiterungsbau und die Turnhalle fertig sind. Hierfür wird eine Bauzeit von etwa fünf Jahren angenommen. Die Kosten für die vorgezogenen Sanierungsmaßnahmen belaufen sich laut Schätzung der Verwaltung auf rund 1,7 Millionen Euro. Im Haushaltsplanentwurf 2019/2020 sind hierfür Mittel in Höhe von zwei Millionen Euro vorgesehen.

Für die Gesamtsanierung (Phase 1 und 2) werden insgesamt Kosten im zweistelligen Millionenbereich erwartet. Das Sanierungskonzept soll bis zur Planung des Haushalts 2021/2022 erarbeitet und entsprechend zur Entscheidung vorgestellt werden.