Glosse zu Anliegern der Friedrichstraße: Roisdorfer malten 30-Markierungen auf Straße

Glosse zu Anliegern der Friedrichstraße : Roisdorfer malten 30-Markierungen auf Straße

Was tun, wenn sich Autofahrer nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern halten? Die Anlieger der Roisdorfer Friedrichstraße machten sich selbst ans Werk und malten große 30-Markierungen auf ihre Straße.

Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann – fragt, was ihr für euer Land tun könnt.“ In gewisser Weise haben sich die Anlieger der Roisdorfer Friedrichstraße den Ausspruch des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy zu Herzen genommen und einen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in ihrer Straße geleistet. Mitglieder der Anliegergemeinschaft um deren Sprecher Winand Flohr haben jetzt Markierungen auf der Fahrbahn angebracht, um Autofahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern zu erinnern.

Bislang wiesen alleine Schilder an den Kreuzungen mit anderen Straßen auf das Tempo 30 hin. Laut Flohr hält sich aber beileibe nicht jeder Autofahrer daran. „Oftmals werden auch die Ausschilderungen der Tempo-30-Zone einfach nicht wahrgenommen“, so Flohr. Wie er weiter sagt, sei die Stadt jedoch mit Blick auf die Straßenverkehrsordnung der Ansicht, dass eine ausreichende Beschilderung vorhanden sei. Daher habe sie nicht aktiv werden wollen.

Also machten sich die Anlieger selbst ans Werk. Auf Vermittlung von Ortsvorsteherin Gabriele Kretschmer gab Bürgermeister Wolfgang Henseler sein Einverständnis. Laut Flohr hat die Roisdorfer CDU die Farbe im Wert von 120 Euro bezahlt, 230 Euro für Nachstreumittel (Mikroglasperlen zur Reflexion und zum Schutz vor Abrieb) sowie für Arbeitsmaterial haben die Anlieger aus eigener Tasche finanziert. „Die zur Straßenmarkierung erforderlichen Schablonen sowie die Materialien zur Absperrung des Arbeitsraumes stellte der Stadtbetrieb Bornheim kostenfrei zur Verfügung“, so Flohr weiter.

Die großen, weißen Zahlen auf der Friedrichstraße sind wirklich nicht zu übersehen, der Einsatz der Anlieger ist vorbildlich. Nun bleibt nur zu hoffen, dass Auto-, Bus-, Lastwagen- und Motorradfahrer auch den Markierungen Folge leisten. Nicht nur die Anwohner, sondern auch Schul- und Kindergartenkinder werden es ihnen danken.

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