Baugebiet in Bornheim: Pläne für Neubaugebiet in Hersel schreiten voran

Baugebiet in Bornheim : Pläne für Neubaugebiet in Hersel schreiten voran

Die Stadt Bornheim wächst weiter: In Hersel sollen westlich der Roisdorfer Straße 172 Wohneinheiten entstehen.

Die Planung des Neubaugebietes He 31 westlich der Roisdorfer Straße zwischen Mittelweg und Stadtbahnlinie 16 ist einen weiteren Schritt vorangekommen. Im Mai 2015 war die Aufstellung des Bebauungsplans He 31 und die Erstellung eines städtebaulichen Entwurfs beschlossen worden. Nachdem Bürger sowie Vertreter öffentlicher Belange ihre Anregungen und Stellungnahmen vorgelegt haben, brachten der Stadtentwicklungsausschuss und der Bornheimer Stadtrat nun die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans für die Dauer von drei Monaten auf den Weg.

Die aktuelle Planung sieht sechs Mehrfamilienhäuser mit jeweils bis zu zehn Wohneinheiten vor. Die restliche Bebauung ist überwiegend durch 112 Doppel-, Reihen- und Einzelhäuser geprägt. Der Entwurf beinhaltet damit alles in allem 172 Wohneinheiten. In den entlang der Stadtbahnlinie avisierten Mehrfamilienhäusern sollen die Wohnungen im geförderten Wohnungsbau errichtet werden. Je Eingangsbereich sind das zehn Wohnungen und damit insgesamt 40 Wohneinheiten. Im Baugebiet können rund 23 Prozent der Wohneinheiten im geförderten Wohnungsbau angeboten werden.

Noch steht nicht fest, wie viele Investoren beteiligt sind

Die genaue Umsetzung hänge von der Abstimmung mit den Investoren ab, betonte der Beigeordnete Manfred Schier. Da man es nicht mit einem Bau-, sondern mit einem Planungsträger zu tun habe, liege es in dessen Hand, Investoren zu suchen. Wie viele Investoren beteiligt sein werden, konnte Schier noch nicht sagen. Mit Blick auf den Mangel an Kindergartenplätzen in Bornheim ist im Neubaugebiet He 31 auch eine Fläche für eine bis zu sechsgruppige Kita reserviert. 14 Reihenhäuser aus dem ursprünglichen städtebaulichen Entwurf mussten dafür weichen.

Im Norden des Wohngebietes am Übergang zur Grünfläche könnte außerdem ein Spielplatz mit einer Fläche von 690 Quadratmetern entstehen. Um den Artenschutz zu gewährleisten, wurde im nördlichen Bereich ein Areal von 4800 Quadratmetern in den Bebauungsplan aufgenommen. So wird die Verlagerung eines Biotopes gesichert, das mit einer Teilfläche innerhalb des Plangebietes liegt.

Markus Hochgartz (Grüne) riet dringend, sich zu diesem Thema noch einmal mit den Umweltverbänden zusammenzusetzen, um eventuelle spätere Maßnahmen, die das Bauprojekt verzögern oder gefährden könnten, auszuschließen. Der Rhein-Sieg-Kreis habe der Verlagerung des Biotops zugestimmt. Damit sei das Ganze abschließend bearbeitet, hieß es von Seiten der Stadtverwaltung. „Man vergibt sich doch nichts, wenn man noch einmal miteinander spricht“, stimmte Ute Kleinekathöfer (SPD) dem Vorschlag von Markus Hochgartz zu, der in den Beschluss aufgenommen wurde.

Auch geförderter Wohnungsbau ist vorgesehen

Was den Verkehr betrifft, soll der Hauptanschluss an das Wohngebiet über die Roisdorfer Straße erfolgen. Dazu soll der Investor den Mittelweg und einen zurzeit landwirtschaftlich genutzten Weg ausbauen. Von der Stadt Bornheim wurde eine Untersuchung des Knotenpunktes Roisdorfer Straße/Mittelweg in Auftrag gegeben. Ein aktuelles Gutachten kommt zu dem Schluss, dass die Anbindung sowohl über eine Ampel als auch über einen Kreisverkehr erfolgen kann. Der Landesbetrieb Straßen favorisiert jedoch eine Ampel. Wie der Leiter des Amtes für Stadtplanung, Andreas Erll, erläuterte, habe sich der Landesbetrieb sehr vehement geweigert, einen Kreisverkehr zu errichten. Man wolle keinen Wechsel zwischen Lichtsignalanlagen und Kreisverkehr haben, lautete die Begründung.

Eine bisher vorgesehene Anbindung über einen Weg entlang der Straßenbahnlinie zum nördlich gelegenen Sportplatz an der Erftstraße kann nicht weiter verfolgt werden. Das Wegeflurstück gehört dem Logistikunternehmen Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK), das keine Nutzung des Weges als Geh- und Radweg will.

Auf Anfrage der Stadt Bornheim wurde durch die HGK schriftlich erläutert, dass das Wegeflurstück nicht zur Verfügung gestellt werden könne und außerdem eine Anpassung des Bahnübergangs nicht möglich sei. Stattdessen wird nun die Hubertusstraße an der Einmündung zur Sebastianstraße in Verlängerung zum Wohngebiet saniert und als Fuß- und Radweg ausgebaut. Sie soll zum einen als Noterschließung und zum anderen als Anbindung zum Sportplatz dienen.

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