200 historische Fahrzeuge erwartet: Oldtimer-Treffen ist fester Teil der Walberberger Pfingstkirmes

200 historische Fahrzeuge erwartet : Oldtimer-Treffen ist fester Teil der Walberberger Pfingstkirmes

Rund 20 Ehrenamtliche organisieren zur Walberberger Pfingstkirmes das Oldtimer-Treffen mit Rundfahrt. Zur Ausstellung historischer Fahrzeuge an Pfingstsonntag rund um den Dorfplatz werden rund 200 alte Autos, Motorräder und natürlich Traktoren erwartet.

Für Frank Roitzheim ist die Sache einfach: „Ohne Schlepper-Fest keine Kirmes“, stellt der Walberberger klar. Und in der Tat war es eine ausgesprochen gute Idee des damaligen Ortsvorstehers Engelbert Wirtz, die siechende Kirmes im Jahr 2009 mit einer Schau historischer Landmaschinen und Autos zu beleben. Seitdem ist die Oldtimer-Ausstellung in dem Bornheimer Ort ein wahrer Besuchermagnet. Und das soll auch so bleiben.

Nachdem die Walberberger Schlepper-Freunde aus organisatorischen Gründen das Fest nicht mehr stemmen, hat ein loser Zusammenschluss von Freunden historischer Fahrzeuge das Heft in die Hand genommen. Formal ist die Vereinsgemeinschaft Walberberg – in dieser ist Roitzheim Vorstandsmitglied – Ausrichter des Oldtimer-Treffens am Pfingstwochenende (siehe Info-Kasten). Die eigentliche Arbeit übernehmen allerdings rund 20 Ehrenamtliche. Sie alle eint die Liebe zu Schleppern und anderen historischen Maschinen.

Es sei kein Problem gewesen, die Leute zusammenzubekommen, berichtet Roitzheim bei einer Versammlung mit einem Teil der Helfer. Diese findet im Innenhof des Hauses von Albert Kuhl statt. Auch er gehört zu den Engagierten. Roitzheim und Kuhl betonen, wie wichtig Einnahmen aus einem funktionierenden Fest für die Vereinsgemeinschaft seien – etwa für den Karneval oder den Seniorennachmittag. Seit November sind die Männer und Frauen nach Roitzheims Angaben daher bei der Arbeit. Bei der Stadt eine Genehmigung beantragen, Sponsoren gewinnen, Plakate aufhängen, Werbung machen und das Programm vorbereiten: Für die muntere Truppe gab und gibt es einiges zu tun. Besonders dabei ist: Knapp die Hälfte des Teams ist jünger als 25 Jahre. „Und nachweislich haben unter 25-Jährige alles Mögliche andere zu tun, als ein Fest zu organisieren“, befindet Roitzheim.

Alte Traktoren, aber auch Motorräder sind zu sehen

Zur Ausstellung historischer Fahrzeuge an Pfingstsonntag rund um den Walberberger Dorfplatz rechnen die Organisatoren mit rund 200 alten Autos, Motorrädern und natürlich Traktoren. Steckbriefe an den Fahrzeugen geben Informationen über die Maschinen. Und dann ist da natürlich noch die „Monte Walburgis“, die etwa einstündige Rundfahrt durch den Ort, bei der am Sonntag ab 14 Uhr die historischen Gefährte in Aktion zu bestaunen sind.

Wie Roitzheim erläutert, würden an der Strecke mitunter kleine Straßenfeste gefeiert. Die Menschen stünden und säßen vor den Häusern und in den Vorgärten, um die Fahrer mit ihren Autos zu begrüßen. Manche Walberberger sagten, das sei wie Karneval, berichtet Kuhl. „Es gibt nur keine Kamelle“, scherzt er.

Nach dem Korso wird dann prämiert. Ausgezeichnet werden laut Roitzheim das älteste und das schönste Auto sowie die weiteste Anreise. Bei letzterer Kategorie gebe es aber „einen Traktorfaktor“, so Roitzheim weiter. Schließlich mache es einen Unterschied, 100 Kilometer mit einem Auto oder mit einem Traktor anzureisen.