Schulstart in Roisdorf: Neuerungen im Alexander-von-Humboldt-Gymnasium

Schulstart in Roisdorf : Neuerungen im Alexander-von-Humboldt-Gymnasium

In den Ferien ist das Schulgebäude des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums fest in der Hand der Hausmeister. Frisch gestrichene Wände, mehr iPads und die Rückkehr zu G9 gehören im Schuljahr 2019/20 zu den Neuerungen.

Wenn am Mittwoch 120 neue Fünftklässler zur ersten Unterrichtsstunde am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium (AvH) erscheinen, kennen sie die Schule schon recht gut. Nach dem Tag der offenen Tür im November, Beratungsgesprächen und einem Naturwissenschaftstag für Bornheimer Viertklässler gab es vor den Sommerferien einen Kennenlernnachmittag für die angehenden Gymnasiasten. Dort erfuhren sie, wer ihre Klassenlehrer und Klassenkameraden sein werden.

Damit der Einstieg ins Schuljahr auch für alle anderen Schüler entspannt verläuft, hat sich das Schulpersonal in den Ferien ins Zeug gelegt. Frisch gestrichene Wände, mehr iPads und die Rückkehr zu G 9 gehören im Schuljahr 2019/20 zu den Neuerungen.

In den Ferien ist das Schulgebäude fest in der Hand der Hausmeister, weiß Schulleiter Christian Dubois. „Es werden dann immer die Klassenräume gestrichen, vor allem die der Fünftklässler, damit sie einen frischen Raum haben, den sie selbst gestalten können“, erzählt der Schulleiter. Im Forum mussten die Lampen in zehn Metern Höhe ausgetauscht werden. „Dazu brauchen wir einen Hubwagen. Das ist ein Riesenaufwand“, weiß Dubois.

Rückkehr zu G9

Der Übergang von G 8 zurück zu G 9 hingegen laufe „unspektakulär“ ab. Die fünften und sechsten Klassen starten dieses Schuljahr wieder im G 9-System. „Für die Kinder wird das kaum spürbar sein, da sie den Vergleich nicht kennen“, ist sich der Schulleiter sicher. G 8 schleiche sich ab sofort Jahrgang für Jahrgang aus.

Eine viel größere Herausforderung sei es, den Stundenplan zu entwerfen. Anforderungen an die mehr als 1000 Schüler und knapp 100 Lehrer sowie deren Wünsche müssen berücksichtigt werden. Zum Glück hilft die Software Untis, die rund 1000 Unterrichtsstunden zu verteilen. „Das Programm rechnet bis zu 24 Stunden, was vielleicht deutlich macht, wie anspruchsvoll das ist“, erzählt der Schulleiter.

Danach seien noch fünf bis zehn Tage händische Nacharbeit nötig, weil die Software nicht alle Aspekte berücksichtigen könne – zum Beispiel, dass der Englischunterricht in einer bestimmten Klasse besser vormittags stattfinden sollte. Für diesen Feinschliff sind am AvH drei Lehrer unter der Leitung des stellvertretenden Schulleiters Thomas Kaiser verantwortlich. Das Team habe den Stundenplan bereits am Ende des vergangenen Schuljahrs fertiggestellt. „Ein hohes Gut, weil es Planungssicherheit bedeutet“, sagt Dubois.

Digitalisierung

Die Digitalisierung will das technisch gut aufgestellte Gymnasium weiter vorantreiben. Zwei Mitarbeiter haben deswegen in der letzten Ferienwoche neue iPads eingerichtet. Mehr als Hundert Stück habe die Schule damit nun für Unterricht und Verwaltung. In den sogenannten iPad-Klassen in den Jahrgängen 7 und 8 verfügt jeder Schüler über sein personalisiertes Gerät. „Die sind alle ganz heiß darauf, wir können den Bedarf gar nicht decken“, so Dubois. Im Jahrgang 7 würden deswegen nur zwei von vier Klassen zur iPad-Klasse.

Am Mittwoch empfängt die Schule ihre Neuen mit einem ökumenischen Gottesdienst und einer Einschulungsfeier. Der Unterricht findet laut Dubois ab Donnerstag zunächst mit den Klassenlehrern statt, erst in der zweiten Woche ist der reguläre Stundenplan an der Tagesordnung. Das Leitbild, das das AvH im vergangenen Schuljahr erarbeitet hat, werde den Schülern ab dem ersten Tag im alltäglichen Schulleben vermittelt. In sechs Leitsätzen sind Werte wie Neugierde, Selbstbestimmtheit und globales Denken festgehalten.

Das Schuljahr bringt eine Besonderheit mit sich: Der Namensgeber des Gymnasiums hätte dieses Jahr seinen 250. Geburtstag gefeiert. Was geplant ist, wollte Dubois noch nicht verraten.

Nur so viel sei gesagt: „Wir werden versuchen, Alexander von Humboldt aus unserer schulischen Perspektive zu beleuchten – und das ist nicht nur er als Naturwissenschaftler.“