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Miss Germany: Kim Irmgartz aus Bornheim landet unter den Top 12

Miss NRW Kim Irmgartz : Bornheimerin landet unter Top 12 bei Miss-Germany-Wahl

Fürs Treppchen hat es nicht ganz gereicht: Kim Irmgartz aus Bornheim ist bei der Wahl zur Miss Germany im Europapark Rust unter den Top 12 gelandet. Die 29-Jährige Miss NRW zeigte sich dennoch zufrieden.

Am Ende hatte die Miss Schleswig-Holstein Leonie von Hase bei der Wahl zur Miss Germany am Samstagabend im Europapark Rust die Nase vorn. Die 35-Jährige setzte sich gegen 15 Kandidatinnen durch und darf sich nun neben dem begehrten Titel über ein Auto für ihr Amtsjahr, Sachpreise, Reisen sowie diverse PR-Termine im In- und Ausland freuen. Eine sehr gute Figur im südbadischen Rust bei Freiburg machte auch die amtierende Miss NRW Kim Irmgartz. Die 29-Jährige aus Bornheim schaffte es zwar nicht ganz aufs Siegertreppchen, kam aber unter die Top 12 im Finale. Genauere Platzierungen werden nicht bekanntgegeben.

Insgesamt war die Polizistin mit dem Verlauf des Glamour-Events keineswegs unzufrieden. „Es hat unheimlich viel Spaß gemacht. Insgesamt war das einfach eine tolle Erfahrung. Klar habe ich Ehrgeiz, aber enttäuscht bin ich keineswegs. Überhaupt: Es soweit geschafft zu haben, ist schon toll. Man sieht, dass man Vieles schaffen kann, wenn man an sich glaubt. Und am Montag geht es um 7.30 Uhr wieder ganz normal weiter“, sagte die Beamtin und Spitzensportlerin im Motocross mit einem Lächeln.

Zuvor hatte sie sich in Abendgarderobe, bei der Choreographie und der Video-Vorstellung dem Publikum und der Jury präsentiert. Auf die Bikini-Runde und den Auftritt im Badeanzug wurde gänzlich verzichtet. „Wir möchten die Persönlichkeit der einzelnen Teilnehmerinnen stärker in den Fokus rücken und die Veranstaltung zeitgemäßer gestalten“, betonte Max Klemmer von der Miss Germany Corporation. Abgesagt wurden auch die zahlreichen Vorwahlen zur jeweiligen Landes-Miss, die oft in Großraum-Diskotheken über die Bühne gingen. Stattdessen setzte die Miss Germany Corporation auf ein Online-Voting, bei der sich die Teilnehmerinnen per Video präsentierten.

Zu dem neuen Slogan „Empowering authentic women“ passte auch, dass einstige Dauergäste in der Jury wie Politiker Wolfgang Bosbach, der frühere Fußball-Manager Reiner Calmund oder Schönheitschirurg Werner Mang der Vergangenheit angehören. Ersetzt wurde die Herren-Riege durch eine reine Frauen-Jury: Unter anderem RTL-Moderatorin Frauke Ludowig, Karatekämpferin Anna Lewandowska und die frühere CSU-Politikerin Dagmar Wöhrl entschieden über die Platzierungen. Zudem gab es ein zugeschaltetes Online-Voting.

Vor dem glamourösen Event im Europapark wurden die 16 jungen Frauen in einem „Personality Camp“ in Ägypten auf den Wettbewerb, der bereits seit 1927 existiert, vorbereitet. Laufen, Posen, Knigge-Kurs, Shootings, Make-Up, Social Media Workshop, Yoga, Pressetraining und Choreographie standen auf dem Programm. „Das war eine prima Vorbereitung, ich habe da sehr viel gelernt“, betonte die deutsche Vizemeisterin im Motocross, die zudem als Stuntdouble agiert, Hunde liebt und einen Podcast betreibt, wie sie der Jury und dem Saal-Publikum bei der Videovorstellung verriet.

Backstage im Europapark: Kim Irmgartz einige Stunden vor dem Finale. Foto: Volker Knopf

Gerade mit dem verstärkten Fokus auf Persönlichkeit statt weiblichen Kurven zeigte sich Irmgartz überaus einverstanden. „Genau deshalb bin ich hier. Sonst hätte ich mich niemals beworben. Als Mensch sollte man sich zeigen, wie man ist. Die Botschaft ist, auch mal Hürden zu überwinden und Mut zu zeigen. Ich möchte zeigen, dass Frauen stark, unabhängig und mutig und mehr sind als nur schön“, meinte sie beim Schminken im Backstage-Bereich vor der Show.

Dem viel zitierten Zickenkrieg hinter den Kulissen eines Schönheitswettbewerbs erteilte die amtierende Miss NRW eine deutliche Absage. „Wir haben uns eigentlich alle sehr gut verstanden. Wir waren ein Team, für Zickereien war eigentlich gar kein Raum“, sagte Irmgartz, die von ihrer Familie zur Miss-Germany-Wahl ins Dreiländereck begleitet wurde. Im Vorfeld der Wahl hatten sich deutschlandweit rund 7500 Frauen Hoffnung auf die Krone gemacht.