"Zickenalarm auf der Schönheitsfarm": Mertener Laienspielgruppe präsentiert neuen Dreiakter

"Zickenalarm auf der Schönheitsfarm" : Mertener Laienspielgruppe präsentiert neuen Dreiakter

"Zickenalarm auf der Schönheitsfarm" heißt das neue Stück der Laienspielgruppe Merten. Premiere ist am 19. Oktober. Worum es auf der Bühne geht, lesen Sie hier.

Zwei Massagenliegen, im Hintergrund ein Empfangstresen, auf der rechten Seite eine Behandlungskabine: "Zickenalarm auf der Schönheitsfarm" heißt das neue Theaterstück, das die Laienspielgruppe Merten Mitte Oktober auf die Bühne bringt. Das Bühnenbild ist bis auf einige Accessoires fast fertig, zweimal in der Woche wird auf der Bühne im Schützenhaus an der Silcherstraße intensiv geprobt - und dabei viel gelacht.

"Es macht einfach Spaß, immer wieder in andere Rollen zu schlüpfen", findet Renate Raths, Vorsitzende des Vereins. Sie spielt mit der Figur der Charlotte Rausch eine der zentralen Rollen. Als Leiterin der gleichnamigen Beautyfarm will die Chefin gemeinsam mit ihrer Tochter Sabrina (Christina Kind) ihre Gäste mit Massagen, Anwendungen und Kosmetikbehandlungen verwöhnen. Allerdings gibt es da ein Problem: Ein Feuer und die anschließenden Löscharbeiten haben fast alle Räume unbrauchbar gemacht, sodass die Behandlungen nun in der Lobby stattfinden müssen.

Die beiden Gäste Cordula Müller-Schmitz (Melanie Breuer) und Marie-Luise Doppelkorn (Sandra Brenner) spekulieren ebenso wie Modeschöpfer D. J. van Schlichten (Andreas Kirstein) auf eine Erfindung des medizinischen Institutsleiters (Hans Lotz), der mit Pillen und Cremes experimentiert, die ewige Schönheit und Jugend versprechen.

Marie-Luise bestellt sich einen Callboy auf die Farm, Sabrinas Freund Matthes Stier (Sebastian Sauer) muss sich im Lauf der drei Akte gleich mit mehreren Verwechselungen auseinandersetzen. Der einzige, der den Überblick behält, scheint Hausmeister Bättes (Hans Schallenberg) zu sein.

Noch sitzen einzelne Szenen des Theaterstücks von Regina Reichert nicht perfekt, hier und da wird wiederholt, bei manchen Textstellen muss Souffleuse Carola Häckes noch eingreifen. "Aber eigentlich sind alle schon relativ textsicher", freut sich Spielleiterin Hildegard Funk. Sie führt in diesem Jahr zum ersten Mal Regie, mit dem Verlauf der Proben ist die Mertenerin mehr als zufrieden. Die noch amtierende Karnevalsprinzessin, die gemeinsam mit ihrem Mann Volker die heimischen Narren in der Session 2018/19 regierte, erfüllt ihre neue Aufgabe ausgesprochen souverän.

"Ein wenig lauter. Man muss euch auch in den hinteren Reihen hören können", ermahnt Funk immer wieder ihre Darsteller. Sie ist seit Jahren Mitglied im Verein, hat Erfahrungen als Requisiteurin und als Souffleuse gesammelt. Als Schauspielerin auf der Bühne stehen möchte sie indes auf keinen Fall, denn "das Rampenlicht ist nichts für mich". Das gilt auch für Marita Bollenbeck, die als "hilfreicher Engel hinter den Kulissen" den Schauspielern für die einzelnen Szenen immer die entsprechenden Requisiten anreicht. "Im Gang hinter der Bühne warten alle auf ihre Einsätze. An einem Bildschirm können wir bei den Aufführungen die Spielszenen verfolgen, sodass wir immer wissen, wer wann raus muss. Ich möchte mit keinem tauschen. Bei uns hinter der Bühne herrscht immer eine besondere Atmosphäre. Da wird geflüstert und gelacht. Das ist einfach toll", schwärmt das langjährige Ensemblemitglied.

Für Sebastian Sauer - er ist mit 25 Jahren der Jüngste unter den Darstellern - und Christina Kind ist die Schauspielerei ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Kind, die in dieser Saison aussetzen wollte, kurzfristig aber für eine ausgefallene Mimin eingesprungen ist, beherrscht ihre Rolle mittlerweile perfekt. "Ich lerne am besten beim Spazierengehen. Mit meinem Textbuch in der Hand laufe ich durch Merten - das sieht schon komisch aus - und lerne Szene für Szene. Am Besten behalte ich den Text, wenn die Choreographie schon steht. Dann weiß ich, was ich bei welcher Bewegung sagen muss", erzählt die 31-Jährige, die seit zwölf Jahre mitspielt.

In den nächsten Wochen geht es in die Endphase der Probenarbeit. "Es kann sein, dass wir mit Einzelnen einige Szenen noch separat üben", sagte Funk.

Mehr von GA BONN