Abschied nach 26 Jahren: Leiterin verlässt den Roisdorfer Kindergarten

Abschied nach 26 Jahren : Leiterin verlässt den Roisdorfer Kindergarten

Claudia Flottmeier gibt die Leitung nach 26 Jahren ab und wechselt als Verwaltungsleiterin in den Seelsorgebereich Alfter. Nach Stationen in Alfter, Impekoven, Grau-Rheindorf und einem Jahr in Kairo übernahm Flottmeier im Juli 1993 die Leitung des Roisdorfer Kindergartens.

Am Ende mussten Pfarrer Jörg Stockem und Bornheims Bürgermeister Wolfgang Henseler sie „einfach mal drücken“. Diese persönliche Geste sagte sicher ebenso viel über die Arbeit und das Wirken Claudia Flottmeiers als Leiterin der katholischen integrativen Tagesstätte Sankt Sebastian Roisdorf aus, wie die vielen wertschätzenden Worte des Lobes, der Anerkennung und des Dankes, die zuvor gesprochen worden waren.

Insgesamt 26 Jahre lang war Claudia Flottmeiers Name untrennbar mit der katholischen Kita in Roisdorf verbunden. Ihr ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde und ihre Mitarbeit im Bornheimer Jugendhilfeausschuss machten sie – wie Wolfgang Henseler es ausdrückte – zu einer „Institution in unserer Stadt“.

Nun will sich die 52-jährige beruflich verändern. Sie übernimmt die Verwaltungsleitung im Seelsorgebereich Alfter und wird Pfarrer Rainald Ollig bei seinen Aufgaben unterstützen. „Ich gehe zugleich mit frohem und schwerem Herzen, weil ich weiß, was ich zurücklasse“, sagte die gebürtige Roisdorferin, die selbst als Kind den katholischen Kindergarten besucht hatte.

Nach Stationen in Alfter, Impekoven, Grau-Rheindorf und einem Jahr in Kairo übernahm Flottmeier im Juli 1993 die Leitung des Roisdorfer Kindergartens. Dieser schrieb sich im Laufe der Jahre nicht nur in Vorreiterfunktion die Themen Integration und Inklusion auf die Fahnen, sondern war auch das erste Familienzentrum Bornheims. Nachdem sich die Leiterin am Freitagnachmittag bereits mit einer kleinen Feier von Kindern und Eltern verabschiedet hatte, nutzen danach Pfarrer Stockem, Bürgermeister Henseler, sowie Vertreter des Trägers, des Kirchenvorstands, des Pfarrausschusses und die Kollegen die Gelegenheit, Tschüss und Danke zu sagen. Gerne lassen sie Flottmeier nicht ziehen. Allerdings habe er geahnt, dass ihm ihre vielfältigen Talente irgendwann „zum Verhängnis“ werden würden, sagte Pfarrer Stockem zum Abschied. „Jemand wie Claudia Flottmeier will sich weiterentwickeln.“

Neben ihrer Leitungstätigkeit hatte die gelernte Erzieherin Heilpädagogik sowie Bildungs- und Sozialmanagement studiert. Eine rasche Auffassungsgabe, Durchsetzungsfähigkeit, Professionalität und Kollegialität zählten darüber hinaus zu ihren Begabungen, erklärte Stockem, der die Roisdorferin lieber als „Geschenk Gottes“ denn als „Glücksfall“ beschreiben wollte.

Als Christ müsse er Geschenke zwar teilen, aber im Fall von Claudia Flottmeier falle ihm dies schwer. „Ich hoffe, dass die Alfterer es zu schätzen wissen.“

Neue Leiterin der Kita Sankt Sebastian wird zum neuen Kindergartenjahr Silke Beckers.

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