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Ampel in Bornheim-Hersel: Kosten für neue Ampel an der Elbestraße sind zu hoch

Ampel in Bornheim-Hersel : Kosten für neue Ampel an der Elbestraße sind zu hoch

Der Wunsch von vielen Einwohnern der Bornheimer Rheinorte wird sich nicht erfüllen. Wie aus den Unterlagen der Stadtverwaltung für die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung hervorgeht, wird es keine Ampel im Kreuzungsbereich Elbestraße (L 300), Richard-Piel-Straße und Erftstraße geben. Allerdings soll die vorhandene Verkehrsinsel ausgebaut werden.

Hintergrund ist der neue Sportplatz und der Ausbau der Erftstraße. Damit Sportler oder auch Besucher des sich an der Erftstraße befindenden Friedhofs sicherer über die viel befahrene Elbestraße kommen, bestand seit Langem der Wunsch, eine Ampel zu errichten. Ansprechpartner ist in diesem Fall der Landesbetrieb Straßenbau NRW, da die Elbestraße unter der Kennung L 300 eine Landesstraße ist.

Viele Gespräche führten laut Stadtverwaltung aber zu keinem Einvernehmen. "Wir sind nicht grundsätzlich gegen eine Ampel an der Stelle", sagt Bernd Aulmann von der zuständigen Niederlassung des Landesbetriebs in Euskirchen.

Allerdings sei es aus Sicht des Landesbetriebs an dieser Stelle erforderlich, dass eine neue Ampel mit der vorhandenen Bahnschranke signaltechnisch kombiniert werde. Seien die beiden Anlagen getrennt geschaltet, erhöhe sich die Gefahr von Verkehrsunfällen, so Aulmann.

Verkehrsinsel soll ausgebaut werden

Daher komme an der Stelle nur eine sogenannte Bahnübergangssteuerungsanlage (BÜSTRA) infrage. Und die ist teuer. Aulmann spricht von einem hohen sechsstelligen Betrag. Dieser hätte von der Stadt beglichen werden müssen, da sie die Ampel dort haben will. Aber das Geld ist bekanntlich knapp. Als Kompromiss soll nun die Verkehrsinsel ausgebaut werden. Nach Angaben der Stadt soll sie unter anderem verbreitert und ein wenig in Richtung der Kreuzung versetzt werden.

Wie Bornheims Bürgermeister Wolfgang Henseler sagt, sei das für die Stadt deutlich günstiger als eine BÜSTRA. Zugleich bedauere er, dass keine Ampel errichtet wird. Schließlich habe aber auch die Bezirksregierung Köln dem Landesbetrieb recht gegeben.

Nun soll eine Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Landesbetrieb die Neugestaltung der Verkehrsinsel regeln. Zudem ist vorgesehen, dass auf der Elbestraße eine kurze Linksabbiegerspur aus Fahrtrichtung Bonn geschaffen wird, ebenso wie ein kurzer Fußweg auf der östlichen Seite der L 300 zwischen der Verkehrsinsel und dem kleinen Weg zur Aegidiusstraße. Einen Zeitrahmen dafür konnte die Stadtverwaltung noch nicht nennen.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung tagt am Abend im Ratssaal. Beginn ist um 18 Uhr.