Kommentar zum Trimborn-Hof in Rösberg: Kompromiss finden

Kommentar zum Trimborn-Hof in Rösberg : Kompromiss finden

400 Bürger wollen das mögliche Aus des Trimborn-Hofs samt Café in Rösberg nicht hinnehmen. Eine entsprechende Liste mit Unterschriften für den Erhalt übergab Inhaberin Christiane Romboy am Mittwochabend im Stadtentwicklungsausschuss. Daraufhin bot die Bornheimer Verwaltung den potenziellen Käufern ein weiteres Gespräch zu ihren Umbauplänen an.

Es muss doch möglich sein, eine Lösung für den Erhalt des Rösberger Trimborn-Hofs zu finden! Immerhin sind sich eigentlich alle einig, dass die Hofanlage samt Café bestehen bleiben soll. Sowohl Politik und Verwaltung als auch die Bürger haben sich entsprechend geäußert. Dabei geht es nicht nur darum, den Vierkanthof für das Ortsbild zu bewahren, sondern mit der Gastronomie auch weiterhin einen Treffpunkt in dem kleinen Vorgebirgsort zu bieten. Wie wichtig dies den Bürgern ist, zeigt die jetzt an die Stadt überreichte Unterschriftenliste, die laut Hof-Inhaberin Christiane Romboy knapp 400 Personen unterzeichnet haben.

Doch die Umbaupläne der potenziellen Käufer des Hofs lassen sich nach Auffassung der Verwaltung nicht mit den Vorschriften des Baugesetzbuches vereinbaren. Seit dem Frühjahr hat es dazu bereits mehrere Gespräche auch unter Beteiligung des Bürgermeisters gegeben, die aber bislang zu keiner Lösung geführt haben. Beide Seiten beharren offenbar auf ihrer Auslegung des entsprechenden Paragrafen und der Frage, ob die Pläne mit der bestehenden Bebauung der näheren Umgebung vereinbar sind oder nicht.

Die Ausschusssitzung hat jetzt gezeigt, dass die Stadt aber weiterhin ein Türchen offenhält, damit die Antragsteller noch einmal die Gelegenheit erhalten, ihre Pläne so anzupassen, dass die Bauaufsicht sie genehmigen kann. Das ist ein gutes Angebot für ein weiteres Gespräch, das die potenziellen Käufer unbedingt wahrnehmen sollten – erst recht mit Blick auf das hohe Interesse der Rösberger am Fortbestand des Trimborn-Hofs. Den klaren Wunsch der Bürger sollte aber genauso die Stadt als Zeichen nehmen, dass sie sich in dieser Frage auch kompromissbereit gibt – soweit es die Vorschriften eben zulassen. Beide Seiten müssen sich bewegen.

Mehr von GA BONN