Botzdorfer Kirmes: Kirmes zieht ins Bornheimer Zentrum

Botzdorfer Kirmes : Kirmes zieht ins Bornheimer Zentrum

Weil die Veranstalter sich mit Sicherheitsauflagen konfrontiert sahen, musste die Botzdorfer Kirmes ins Bornheimer Zentrum umziehen. So feierten die Bürger auf dem Peter-Fryns-Platz.

Wer in Botzdorf Kirmes feiern wollte, suchte vergeblich Blaskapelle und Biertische. Seit den 1920er Jahren fand dort, im historischen Bornheimer Ortsteil, die gleichnamige Kirmes statt. In 38. Auflage war es nun nicht mehr der Blütenweg, sondern der Peter-Fryns-Platz, auf den die Sankt Hubertus Schützenbruderschaft eingeladen hatte.

Der Umzug in das Bornheimer Zentrum entstand in Folge von Sicherheitsmaßnahmen, mit denen sich die Veranstalter konfrontiert sahen und die im vergangenen Jahr eine kurzfristige Absage der beliebten Kirmes zur Folge hatten. Dabei seien vordergründig die Anfahrtsmöglichkeiten für Rettungskräfte der Stadt Bornheim unzureichend gewesen, wie Brudermeister Peter Klett erklärte: „Das Ganze kam so kurzfristig, dass wir nicht mehr umdisponieren konnten.“

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt, wichen die Schützen nun in den Ortskern aus – und das sowohl barrierefrei als auch mit neuem Konzept. Klett: „Ziel in diesem Jahr war es, ein Biergartenfeeling zu kreieren“. Mit Tischen, die rund um einen Bierausschank in der Mitte angeordnet waren, dem noch frisch aussehenden Maibaum und einer bunten Cocktail-Bar überzeugte das Konzept. „Ich bin zufrieden mit der neuen Anordnung. Gut ist, dass die Musikauswahl gleich geblieben ist. Somit finden sich neue und alte Elemente wieder, so dass die Botzdorfer Kirmes auch abseits von Botzdorf ihren traditionellen Kern behält“, lautete die Einschätzung von Birgit Kiel, die sowohl die Neuauflage als auch das alte Format kennt.

Zwei Stunden musikalische Unterhaltung präsentierten die Roisdorfer Musikfreunde, die auf Einladung der Schützenkapelle ein Platzkonzert gaben. Unterstützung leisteten die befreundeten Vereine, darunter die Junggesellen vom „Freundschaftsbund“. Der klare Auftrag des zehn Mann starken Verbands: „Das Brauchtum zu erhalten, das leider eine immer geringere Rolle spielt“, wie Maikönig Benedikt Christ seine Bedenken formulierte.

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