Zahlen zur geplanten Umgehungsstraße: K 33 n in Sechtem: Stadt soll Kosten berechnen

Zahlen zur geplanten Umgehungsstraße : K 33 n in Sechtem: Stadt soll Kosten berechnen

Die Planungen für den Bau der Kreisstraße 33 n in Sechtem schreiten voran. Auf Antrag der FDP hat der Ausschuss für Stadtentwicklung am Mittwochabend beschlossen, dass die Stadtverwaltung zusammen mit dem für Kreisstraßen zuständigen Rhein-Sieg-Kreis die Kosten für die Umgehungsstraße berechnen soll.

Das Ergebnis soll vor den nächsten Haushaltsberatungen im kommenden Jahr vorliegen. Wie berichtet, plant die Stadt Bornheim ein großes Neubaugebiet in Kombination mit dem Bau der Landesstraße 190 n als Ortsumgehung am östlichen Rand Sechtems. Vor allem die Bürgerinitiative "Sechtem 21" macht sich für die Realisierung der K 33 n stark, um die Ortsumgehung zu komplettieren und die Wohnhäuser am östlichen Ende der Kaiserstraße bei der Umgehung nicht außen vor zu lassen.

Ursprünglich hatte zur Ausschusssitzung ein Antrag der Grünen vorgelegen, die erforderliche Summe zum Bau der K 33 n bereits in den Haushalt einzustellen, sobald die finanzielle Beteiligung des Kreises klar ist. Auch soll die K 33 n mit Sperrvermerk und höchster Priorität ins städtische Straßenbauprogramm aufgenommen werden. Der Bau soll bis spätestens 2020 begonnen werden, so die Forderung der Grünen. Dem standen die Verwaltung und letztlich auch eine Mehrheit der Ausschussmitglieder aber ablehnend gegenüber.

Aus Sicht der Verwaltung sollte der Antrag zurückgestellt werden, bis die Varianten für die K 33 n geprüft und erste Kosten für den Bau ermittelt sind. Überholt wurde dies letztlich durch den FDP-Antrag. Die finanzielle Absicherung der Straße jetzt schon zu beschließen, sei ein Signal an den Kreis und vor allem an die Bürger, dass die Stadt die K 33 n will, befand Markus Hochgartz (Grüne). Die anderen Fraktionen hielten allerdings dagegen. Rainer Züge (SPD) meinte, dass das Ansinnen zwar vielen Sechtemern aus dem Herzen spreche, es für einen so konkreten Antrag aber noch zu früh sei. "Wir wollen wissen, über welche Summen wir reden", ergänzte Sozialdemokratin Ute Kleinekathöfer.

Nach Ansicht von Thomas Oster (CDU) hat es in der vorletzten Ratssitzung bereits ein Signal gegeben, als das Verfahren für die K 33 n in Gang gesetzt wurde. Oster: "Wir brauchen aber Zahlen, Fakten und Daten als solide Grundlage." Jörn Freynick (FDP) zeigte Verständnis für die Absicht der Grünen, der Antrag sei aber ein Stück zu hoch gegriffen. Nach Ansicht des Ersten Beigeordneten Manfred Schier ist der Zeitrahmen des FDP-Antrags für eine Kostenschätzung realistisch. Auch habe es erste Gespräche mit dem Rhein-Sieg-Kreis gegeben. Der Kreis stehe einer K 33 n positiv gegenüber, so Schier. Es sei aber bisher keine Bereitschaft erkennbar, sich an der Finanzierung zu beteiligen.