Ungewöhnliche Werke: Jubiläumsausstellung zu 40 Jahren Künstlerkreis Vorgebirge

Ungewöhnliche Werke : Jubiläumsausstellung zu 40 Jahren Künstlerkreis Vorgebirge

Der Künstlerkreis Vorgebirge wird 40 Jahre alt. Eine Jubiläumsausstellung zeigt Werke des verstorbenen Vereinsgründers Georg Matheis.

Zu seinem 40-jährigen Bestehen hatte sich der Künstlerkreis Vorgebirge für seine traditionelle Ausstellung im November im Bornheimer Rathaus etwas Besonderes überlegt: Er zeigte nicht nur frühere und aktuelle Werke der Mitglieder – Highlight und Blickfang waren Arbeiten des 1984 verstorbenen Vereinsgründers Georg Matheis, die zwei Bonner Familien zur Verfügung gestellt hatten.

Schon am 27. September 1979 entstand mit der Gründung des Künstlerkreises im Alten Kurfürsten in Walberberg auch die Idee, einmal im Jahr Arbeiten verschiedener Künstler einer breiten Öffentlichkeit in einer Gruppenausstellung zu zeigen. „Da kommen dann verschiedene Stilmittel zusammen. So präsentieren wir eine breite Palette und hoffen auf Resonanz“, zitierte der Vorsitzende Karl „Charly“ Kutsch den Vereinsgründer bei der Vernissage am Samstag.

Und die Worte von Matheis gelten auch heute noch. So bewunderten zahlreiche Besucher nicht nur Matheis’ naturalistische Landschaftsbilder und thematische Abstraktionen, sondern auch Werke, die den künstlerischen Ideenreichtum und die Vielfalt der ausstellenden Hobbykünstler widerspiegelten: rund 50 Collagen, gegenständliche und abstrakte Malereien in Acryl, Öl oder mit Mischtechnik, die Landschaften, Jahreszeiten, Städte oder einfach titellose Impressionen darstellten.

Argentinien und sein landestypischer Tanz haben es Peter Waidelich angetan. Farbenfroh ist das Bild, auf dem unter einem blauen Himmel die bunte Tango-Location „Caminito“ zu sehen ist. Einige Tänzer verlassen gerade die dunklen Räume und treten ins grelle Licht, Passanten eilen blicklos vorbei.

Mal mit Spachtelmasse, Tusche und Öl, mal mit Mischtechnik, mal mit Öl, Pigment und Papier zeigte Jutta Alfter ihre Kreativität in verschiedenen Bildern – alle ohne Titel. Marita Adams hat sich in ihrer Arbeit „Bonn“ – passend zum Beethoven-Jahr – auf die Bundesstadt fokussiert. Mit Mischtechnik auf Leinwand gab die Künstlerin Besonderheiten wie die Schifffahrt, Kirschblüte, Universität, Beethovens Konterfei und die Museumsmeile mal realistisch, mal angedeutet wieder.

Ganz anders wirkt das Bild „Thailand“ von Lilia Hartfeld, in dessen Zentrum Fischer auf ihren Booten zu sehen sind. Aber auch Burkhard Gerkens, Siglinde Heering, Sabine Decker-Horz, Peter Dörken, Irmgard Huhn, Inge Huss, Christine Kiefer, Heinz Knapstein, Ute Marienfeld, Doris Peters, Tatjana Rifer, Peter Stock, Roswitha Schumacher-Kuckelkorn, Petronella Usai, der im Oktober verstorbene Reinhard Werner, Gründungsmitglied des Vereins, und Wolfgang Strösser, den meisten Besuchern aus früheren Ausstellungen bekannt, waren am Wochenende mit von der Partie.

Für Bürgermeister Wolfgang Henseler war es die letzte Jahresausausstellung des Künstlerkreises, die er in seiner Amtszeit eröffnen wird. „Im nächsten Jahr werden mein Nachfolger oder meine Nachfolgerin Sie hier begrüßen. Ich wünsche Ihnen als Verein noch weitere 40 Jahre und mehr“, sagte er.

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