"Ich lebe gern in Bornheim"

Der Schauspieler Günter Lamprecht ist mit seiner Lebensgefährtin Claudia Amm vor zwölf Jahren nach Rösberg gezogen. Günter Lamprecht, im Januar 80 Jahre alt geworden, ist Rösberger Bürger. Und das freiwillig. Mit seiner Lebensgefährtin Claudia Amm ist der bekannte Schauspieler (Franz Bie-berkopf in Fassbinders "Berlin Alexanderplatz") nach Rösberg gezogen und fühlt sich hier sehr wohl.

"Hier bin ich glücklich. Auch wenn das kitschig klingt: Wenn ich zum Beispiel hier morgens aufwache und der Hahn kräht, oder wenn ich mit den Bäumen spreche. Wenn ich mich mit der Natur verbunden fühle. Das macht mich glücklich", erklärt Günter Lamprecht, warum er sich für Bornheim entschieden hat. Berlin liebe er noch immer, sagt der in der Hauptstadt geborene Schauspieler. Er fühlt sich seiner Stadt verbunden - und verpflichtet. In seinem Heimatort hat er bereits mehrere kostenlose Lesungen durchgeführt, der Erlös ging an die Schule und an Kinder.

Unvergessen ist sein Einsatz für den Landschaftsschutzverein Vorgebirge. Beim Kampf gegen den Quarzabbau war Lamprecht schon bei mehreren Demonstrationen in erster Linie dabei. Das Berliner Urgestein hat es durch die Nähe des WDR hierher verschlagen: "Als ich in Köln an Max von Grüns und Wolfgang Petersens `Stellenweise Glatteis` gearbeitet habe, lernte ich die Gegend kennen. Und so bin ich dann Bornheimer geworden. Sehr eng verbunden fühlt er sich Heinrich Böll, der bis zu seinem Tod in Merten wohnte. Bei verschiedenen Veranstaltungen trat Günter Lamprecht ohne Honorar auf, um den bekanntesten Sohn der Stadt zu würdigen.

Günter Lamprecht, ein bekennender Feinschmecker, liebt am Vorgebirge auch die Küche. Er unterstützt daher auch die Vermarktung hiesiger Produkte der Landwirtschaft und stellte sich gerne in den Dienst der "Blauspargelaktion", um der Gegend bekanntestes Gemüse zu vermarkten. "Es ist eine wunderschöne Landschaft hier, ich lebe gerne in Rösberg und setze mich auch gerne für die Stadt Bornheim ein. Vor allem Kinder und die Natur liegen mir da ganz besonders am Herzen", sagt Lamprecht. WM

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