"Höhle der Löwen": "Elimba"-Deal scheitert nach Sendung

Kakao-Kugel aus Bornheim : Darum scheitert der „Elimba“-Deal nach „Höhle der Löwen“

Elias El Gharbaoui aus Bornheim hat mit seiner Kakao-Kugel „Elimba“ einen Investor in der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ überzeugt - und doch scheiterte der Deal mit Nils Glagau nach der Show.

Der Bornheimer Elias El Gharbaoui hat am Dienstagabend in der elften Folge der sechsten Staffel „Die Höhle der Löwen“ das Kakaogetränk „Elimba“ vorgestellt und den „Löwen“ Nils Glagau für sich gewonnen. Doch die beiden entschieden sich nach der Sendung, den Deal doch nicht umzusetzen, wie El Gharbaoui in einem Gespräch mit dem GA mitteilte.

Das von ihm präsentierte Kakaogetränk „Elimba“ soll eine stimmungsaufhellende Wirkung haben: Die Kakao-Kugel wird im Gegensatz zu vielen anderen Lebensmitteln aus rohem Kakao hergestellt. Dieser stammt von einer besonders reichhaltigen Kakaosorte, dem Criollo-Kakao. Das Getränk kommt im Gegensatz zu gewöhnlichem Kakao nicht als Pulver, sondern in Form einer Halbkugel daher, welche in Wasser oder einer Milchalternative aufgelöst wird.

„Roher Kakao ist supergesund, enthält viele Vitamine, Mineralien, Antioxidantien und gilt sogar als Superfood”, erklärte El Gharbaoui den Investoren. Aufgrund der Substanzen Tryptophan und Theobromin rege das Getränk Glückshormone an und wirke belebend. Es könne sogar beim Abnehmen helfen, weil das Getränk die Verdauung in Schwung bringe. Auf die Idee hatte den 23-Jährigen eine Kakao-Zeremonie in Peru gebracht. Ähnlich wie bei einer Tee-Zeremonie wird das Getränk in geselliger Runde genossen und soll eine aufhellende, fast aphrodisierende Wirkung mit sich ziehen.

Über anderthalb Jahre hat der Jungunternehmer seither gemeinsam mit seiner Mutter an Rezeptur und Form gearbeitet und mit ihr „Elimba“ gegründet. In der Show durften die „Löwen“ zwei Varianten der Criollo-Kugel probieren: die klassische Version mit 25 Gramm und die intensive Variante mit 30 Gramm rohen Kakaos. Dazu kamen Kokosblütenzucker und -sirup, Agavensirup und für die Würze Chili, Kardamom, Zimt, Muskat und Tonkabohnen.

„Löwe“ Nils Glagau lässt sich begeistern

Zwar lobten alle „Löwen“ den Geschmack und vor allem die authentische Geschichte des Jungunternehmers. Ralf Dümmel, Georg Kofler, Dagmar Wöhrl und Carsten Maschmeyer lehnten dennoch ab. Für Ralf Dümmel sei die Marge von „Elimba“ zu dünn. Er war raus, weil sich Elias El Gharbaoui mehr in Cafés und weniger im Handel sieht. Dagmar Wöhrl lobte das Familienunternehmen und konnte sich mit dem Produkt identifizieren, für sie war allerdings die Erklärungsbedürftigkeit der „Elimba“-Kugel zu groß. Ähnlich ging es Georg Kofler und Carsten Maschmeyer. Auch sie sahen in dem Nischenprodukt keine Firma.

Der Bornheimer kämpfte weiter um den noch verbleibenden Investor Nils Glagau, und dieser zeigte sich begeistert. Glagau hatte selbst nach seinem Studium in Bonn eine ähnliche Reise wie El Gharbaoui erlebt und konnte sich deshalb mit dem Produkt identifizieren. Allerdings forderte er für das Investment von 50.000 Euro 25 Prozent der Anteile am Unternehmen. Nach einem kurzen Telefonat mit seinem Partner eröffnete El Gharbaoui ein Gegenangebot: Er forderte 50.000 Euro und zusätzlich ein Working Capital von 150.000 Euro für 20 Prozent der Anteile. Die beiden einigten sich schließlich auf 50.000 Euro für 24,9 Prozent.

Deal kommt nach Sendung nicht zustande

Obwohl der Deal in der Sendung abgeschlossen wurde, haben sich Elias El Gharbaoui und Nils Glagau im Nachgang gemeinschaftlich dazu entschlossen, den Deal doch nicht umzusetzen: „Wir haben alle Möglichkeiten abgewogen und raus gefunden, dass wir unterschiedliche Ansichten haben“, erklärte El Gharbaoui im Gespräch mit dem GA. Die beiden Rheinländer stünden aber nach wie vor in sehr gutem Kontakt.

Der 23-jährige Elias El Gharbaoui will nun weiter mit seinem Team an „Elimba“ arbeiten: „Der Prozess von der Produktion in der Küche bis zum Verkauf in Cafés und Shops hat sehr lange gedauert. Der nächste Schritt ist der Verkauf im Biofachhandel.“

Ein weiterer Deal im Staffelfinale

Außerdem stellten sich in der elften Folge und somit dem Staffelfinale von „Die Höhle der Löwen“ folgende Start-Ups vor: „fairment“ aus Berlin, „HomeShadows“ aus Wien, „ooshi“ aus Berlin und „Scansation“ aus München. Überzeugen konnten nur Gerd Wolfinger und Roland Huber mit "HomeShadows", einem Gerät, das vor Einbrechern schützen soll. Für 100.000 Euro und 33 Prozent der Anteile stieg Ralf Dümmel mit in das Unternehmen ein.

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