Hersel: Gewerbegebiet soll 2020 erschlossen werden

Mehr Platz für Betriebe und Unternehmen : Gewerbegebiet in Hersel soll 2020 erschlossen werden

Die Erschließung des neuen Gewerbegebiets in Hersel soll im kommenden Jahr beginnen. Auf der 24,5 Hektar große Fläche zwischen der Roisdorfer Straße und der Allerstraße sollen Unternehmen und Geschäfte angesiedelt werden.

Bald könnten die Bagger anrollen. Sofern der Stadtentwicklungsausschuss und der Stadtrat Ende Oktober grünes Licht geben, steht der Entwicklung eines neuen Gewerbegebiets in Hersel nichts mehr im Weg. Konkret geht es darum, den Bebauungsplan He 28 final zu beschließen, ebenso wie den sogenannten städtebaulichen Vertrag. Beides bildet die Grundlage dafür, dass die Bornheimer Wirtschaftsförderungsgesellschaft mit der Ansiedlung von Gewerbe beginnen kann.

Konkret geht es um eine 24,5 Hektar große Fläche zwischen Roisdorfer Straße (L 118) und Allerstraße. Im August 2013 hatte der Stadtrat die Aufstellung des Bebauungsplans beschlossen. Hintergrund ist, dass Gewerbeflächen in Bornheim weiterhin ein begehrtes Gut sind. Die größeren und kleineren Gewerbegebiete in Roisdorf, Sechtem, Hersel, Kardorf, Waldorf sowie am Hellenkreuz sind quasi voll. Da verwundert es nicht, dass die Interessenten für die zu entwickelnde Fläche bereits im Bornheimer Rathaus anklopfen. "Wir sind in der Vermarktung mittendrin", sagt Bürgermeister Wolfgang Henseler auf GA-Anfrage.

Erschließung der ehemaligen Abgrabungsflächen soll nächstes Jahr beginnen

Es gebe bereits so viele Anfragen, dass man schauen müsse, wie das alles konzeptionell zusammenpasse. So sollen etwa entlang der Roisdorfer Straße solche Unternehmen beziehungsweise Geschäfte angesiedelt werden, die laut Henseler "attraktiv für Vorbeifahrende" sind. In den Sitzungsunterlagen für den Ausschuss und den Rat ist in diesem Zusammenhang von einer "attraktiven Ortseingangssituation" die Rede. Bevor aber Geschäftsräume und Werkhallen errichtet werden, geht es an die Erschließung der ehemaligen Abgrabungsflächen.

Henseler geht davon aus, dass diese im nächsten Jahr beginnt. Den Plänen nach soll der Mittelweg das Gebiet erschließen. Dafür soll die Straße ausgebaut werden und neben Fahrspuren auch einen Parkstreifen sowie einen Fuß- und Radweg erhalten. Mittels einer Ampelanlage soll der Mittelweg dann mit der Roisdorfer Straße verknüpft werden. Von dort ist der Weg zur Autobahn nicht mehr weit. Ebenso ausgebaut werden soll die Allerstraße, an der sich die Bonner Werkstätten befinden.

So könne eine "verkehrssichere Lösung für die behinderten Menschen" entstehen, heißt es in den Sitzungsunterlagen. Wie berichtet, hatte Werkstätten-Geschäftsführer Andreas Heß vor geraumer Zeit darauf hingewiesen, bei der Entwicklung des Gewerbegebiets die Belange der Menschen mit einer Behinderung nicht aus dem Blick zu verlieren.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung tagt am Dienstag, 29. Oktober, der Rat am Mittwoch, 30. Oktober. Beide Sitzungen finden im Ratssaal statt und beginnen um 18 Uhr. Der Tagesordnungspunkt zum Gewerbegebiet ist öffentlich.