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Roisdorf: Grundschule: Asbest-Experten rücken an

Roisdorf : Grundschule: Asbest-Experten rücken an

Welche Gefahr geht vom Asbest in den Wänden der Roisdorfer Sebastian-Schule wirklich aus? Dieser Frage will die Bornheimer Stadtverwaltung nun genau auf den Grund gehen.

Welche Gefahr geht vom Asbest in den Wänden der Roisdorfer Sebastian-Schule wirklich aus? Dieser Frage will die Bornheimer Stadtverwaltung nun genau auf den Grund gehen. Wie Bürgermeister Wolfgang Henseler auf Anfrage des General-Anzeigers erläuterte, soll eine Art Laborversuch erfolgen. Dafür werde ein Raum der Schule gesperrt. In diesem sollen dann unterschiedliche Beschädigungen der Wand durchgespielt werden, verbunden mit einer jeweiligen Messung der Raumluft. Es gehe auch darum, Verunsicherungen entgegenzuwirken, so Henseler.

Dem Bürgermeister zufolge ist das Sachverständigenbüro Dr. Gerd Zwiener aus Köln mit der Testreihe beauftragt worden. Bekanntlich war das Sachverständigenbüro bei Untersuchungen in der Roisdorfer Grundschule auf Asbestzementfasern im Wandputz gestoßen. Nach Angaben der Stadtverwaltung handle es sich um sogenannten gebundenen Asbest. Aus diesem Grund soll keine Gefahr bestehen, solange die Wände keine Beschädigungen aufweisen.

Kosten einer möglichen Sanierung sollen geprüft werden

Allerdings waren solche in der vergangenen Woche aufgetreten. Wie berichtet, durften die Schüler einige Räume am vergangenen Dienstag zeitweilig nicht betreten, nachdem mehrere Schäden an Wänden festgestellt worden waren. Die Schäden sind nach Angaben der Stadtverwaltung bereits behoben, Messungen hatten keine erhöhten Werte festgestellt. Im Nachgang hatte der Bürgermeister einen umfassenden Bericht der städtischen Abteilung für Gebäudewirtschaft zur Situation des Schulgebäudes angekündigt.

Nun also der Laborversuch: Wie Henseler gestern weiter sagte, solle dieser zeitnah erfolgen. Ob er an einem Wochenende oder während der Karnevalstage erfolgen könne, um den Unterricht nicht zu beeinträchtigen, stehe noch nicht fest. Die Ergebnisse würden aber transparent dargestellt werden, so Henseler. Darüber hinaus habe er die zuständige Abteilung der Stadtverwaltung gebeten, zu erarbeiten, was eine Sanierung des Gebäudes kosten würde und welcher Personaleinsatz nötig wäre.