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Schwere Unfälle an der Roisdorfer Straße in Bornheim: Größere Rotlichter für die Porta-Kreuzung

Schwere Unfälle an der Roisdorfer Straße in Bornheim : Größere Rotlichter für die Porta-Kreuzung

An der Porta-Kreuzung bei Roisdorf hat es schon oft gekracht. Nun sollen die Ampeln dort besser ausgerichtet werden und größere Rotsignale erhalten.

Auffällig dabei war: Die Fahrer hatten in mehreren Fällen Rot zeigende Ampeln missachtet. Die Kommission, die aus Mitarbeitern des Kreisstraßenverkehrsamtes, der örtlichen Straßenbehörde, des Straßenbaulastträgers und der Polizei besteht, habe die bisherigen Kollisionen „hinsichtlich atypischer Abläufe gefiltert“, erläutert Kreispressesprecherin Anja Roth auf GA-Nachfrage.

Letztlich habe sie das Unfallgeschehen auf Rotlichtverstöße auf zwei Fahrachsen eingrenzen können: Es geht um die Fahrspur der L 118 aus Richtung Hersel und die der L 183 n aus Richtung Bonn, in deren Kreuzungsbereich es krachte. Demnach zählt der schwere Unfall mit vier Verletzten, der sich vor zwei Wochen an der 600 Meter entfernten Kreuzung von L 118 und Autobahnauffahrt ereignete, nicht dazu. Wie berichtet, war die Fahrerin, die ebenfalls eine rote Ampel missachtet hatte, offenbar von der Sonne geblendet worden.

Konkret stehen laut Kreis vier Unfälle an der Porta-Kreuzung im Fokus, die sich dort in den vergangenen zwölf Monaten ereignet haben – drei Kollisionen im Jahr 2016 und eine 2017. Diese sind nach Auffassung der Kommission offenbar auf „Augenblicksversagen“ zurückzuführen. Die Rotsignale seien bereits jetzt grundsätzlich gut erkennbar.

Indem der Durchmesser der roten Leuchten vergrößert werde, solle die Wahrnehmbarkeit aber verbessert werden. Wie Roth weiter mitteilte, werde der Landesbetrieb Straßenbau NRW die Maßnahmen an den Ampeln zeitnah umsetzen – und zwar nicht nur auf den zwei auffälligen Fahrachsen, sondern vorsorglich an der gesamten Kreuzung, sprich an allen vier Zufahrten. Bis Ende des Jahres soll die Situation beobachtet werden.

Roth: „Sollte es zu weiteren Unfällen kommen, wird natürlich reagiert.“ Als weitere Handlungsoptionen seien Änderungen an den Signalzeiten sowie am zulässigen Tempolimit denkbar. Von diesen „stärker in den Verkehr eingreifenden Maßnahmen“ werde aber zunächst Abstand genommen, „da das bisherige Unfallgeschehen im Detail hierzu keine konkreten Anhaltspunkte geliefert hat“, so Roth.

Zumal die Polizei im ersten Jahr nach der Freigabe der neuen Umgehungsstraße L 183 n – diese wurde im März 2015 eröffnet – überhaupt keine Unfälle im Kreuzungsbereich registriert habe. Daher solle der Schwerpunkt erst einmal auf die Erkennbarkeit der Signale gelegt werden, so Roth.