Wirtschaft in Bornheim: Gewerbeverein spricht von "Politposse"

Wirtschaft in Bornheim : Gewerbeverein spricht von "Politposse"

Verantwortliche kritisieren die gescheiterte Wahl von Rosemarie Gütelhöfer zur Ortsvorsteherin

Zur gescheiterten Ortsvorsteherwahl in Bornheim (der GA berichtete) hat sich nun auch der Gewerbeverein zu Wort gemedelt. "Mit großer Bestürzung haben wir von der vereitelten Wahl unseres langjährigen Mitglieds Rosemarie Gütelhöfer zur Ortsvorsteherin von Bornheim Kenntnis erhalten", teilen Norbert Nettekoven und Markus Reiz, erster Vorsitzender und zweiter Geschäftsführer des Gewerbevereins Bornheim mit.

Weiter schreiben sie: "Diese Politposse reiht sich nahtlos in die Hexenjagd ein, die von Teilen der Politik seit einigen Jahren gegen die Unternehmen in der gesamten Stadt Bornheim, insbesondere aber gegen die Betriebe im Bornheimer Zentrum betrieben wird: Erweiterung Bauhaus, maßlose Erhöhung der Gewerbesteuer-Hebesätze, Einbahnstraße auf der Königstraße, Einkaufszentrum in Roisdorf, um nur einige Aktionen zu nennen."

Dass man eine "über viele Jahre erfolgreiche und unbescholtene Unternehmerin", die sich nach Übergang in den Ruhestand ehrenamtlich für unsere Gesellschaft engagieren möchte, nicht wählt, sei nun der krönende Abschluss. "Und dies feige in einer geheimen Wahl, die von SPD und UWG beantragt wurde", so Nettekoven und Reiz weiter.

Ihrer Ansicht nach sei der Begriff "Bananenrepublik" wohl ein zu gelinder Ausdruck für dieses Schauspiel. Zugleich stellen sich die beiden Gewerbevereinsvertreter die Frage, ob dies dazu diente, dass Heinz Joachim Schmitz eine erneute Chance auf das Ortsvorsteheramt bekomme. Nach GA-Informationen war, bevor Gütelhöfer benannt worden war, auch der Name von Schmitz in Gesprächen gefallen. Dieser war bis zur Kommunalwahl im Mai Bornheimer Ortsvorsteher.

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