Aalnacht mit Forellen: Fischerverein Hersel hat mit Vandalismus zu kämpfen

Aalnacht mit Forellen : Fischerverein Hersel hat mit Vandalismus zu kämpfen

Rund 300 Besucher kamen zur 32. Aalnacht des Fischervereins Hersel, bei der statt Aalen Forellen und Karpfen aufgetischt wurde. Die Angler berichteten auch von ihrem Ärger mit Graffiti, Müll und verbotenen Lagerfeuern.

Es gibt wohl kaum ein schöneres Gelände für einen Fischerverein, um sein Sommerfest zu feiern: im Grünen, den Rhein in der Nähe, Blick aufs Herseler Werth. So konnte auch das teils ungemütliche Wetter mit Regenschauern am Samstag bei der 32. Aalnacht des Fischervereins Hersel den Spaß der etwa 300 Besucher nicht trüben.

Neben den Vereinsmitgliedern fanden auch viele Herseler und Bootseigner aus dem nahen Yachthafen den Weg zum Clubheim in der Nähe des alten Sportplatzes. Dort hatten tatkräftige Helfer schon am Mittag Zelte und Verpflegungsstände aufgebaut. Ihrem Namen wurde die Aalnacht zwar nicht gerecht, weil es, so Vereinsvorsitzender Willi Diefenthal, kaum noch Aale im Rhein gibt. Der Bestand habe sich allerdings wieder etwas erholt. Dafür bot der Verein seinen Gästen frisch geräucherte Forellen an. Fürs Räuchern war Geschäftsführerin Iris Roesberg zuständig.

Sorgen bereitet dem Fischerverein der Vandalismus auf seinem Gelände. Das Häuschen werde oft mit Graffiti beschmiert, unter dem Unterstand würden Feuer abgebrannt, morgens finde man häufig Müll, leere Flaschen und Glasscherben. In regelmäßigen Abständen müsse das Häuschen daher gestrichen und Unrat entfernt werden, berichtet Diefenthal.

Man überlege sogar, das Gelände einzuzäunen. Das wäre aber besonders schade für Spaziergänger und Radfahrer, die unter dem Unterstand eine Pause einlegen möchten. Viele Gespräche mit der Stadt Bornheim und der Polizei hätten leider nicht zum Erfolg geführt.

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