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Förderung junger Kunsttalente: Erster Bornheimer Jugendkunstpreis vergeben

Förderung junger Kunsttalente : Erster Bornheimer Jugendkunstpreis vergeben

Die 19-jährige Kunststudentin Katja Kokitsch hat für ihr Gemälde "Kleine Künstlerin" den ersten Preis bekommen - ansonsten tat sich die Jury angesichts der vielen guten Arbeiten schwer. Sie vergab zwei dritte Preise.

Nur anderthalb Stunden brauchte Katja Kokitsch für ihr Bild „Kleine Künstlerin“ – und für den Sieg beim 1. Bornheimer Jugendkunstpreis. Die 19-Jährige überzeugte die Jury mit ihrem Gemälde, das die Kunststudentin im ersten Semester mit selbst hergestellten Eiweißlasurfarben, breiten Pinseln und expressionistisch anmutendem Pinselstrich im Atelier der Kölner Universität fertigte: Eine junge Frau mit Pferdeschwanz steht mit dem Rücken zum Betrachter vor einer Staffelei und malt.

Sie habe sich ein eineinhalbstündiges Zeitlimit gesetzt, sagte Katja Kokitsch zur Entstehung ihres Bildes, als sie am Samstag den mit 200 Euro dotierten Jugendkunstpreis entgegennahm. Jennifer Keil vom Bornheimer Kinder- und Jugendparlament, Kunstlehrerin Alexandra Löw und die Herseler Künstlerin Eva-Maria Salm waren die Jurorinnen, die die 18 eingereichten Arbeiten begutachteten.

Intensive Diskussionen bei den Juroren

Nur nach intensiven und kontroversen Diskussionen konnten sie sich auf die weiteren Preisträger einigen, berichteten sie. So kam es auch, dass sie zwei dritte Preise vergaben. Diese erhielten die 16-jährige Hajar Sabbah für ihre Arbeit „Bewunderung der Schöpfung“ und die gleichaltrige Susanne Zienke für ihre winzige Elefanten-Skulptur aus Draht. Den zweiten Platz belegte Aylin Yorulmaz (16) mit ihrer Porträtreihe „Das Irrenhaus“.

Auch Bürgermeister Wolfgang Henseler zeigte sich beeindruckt von den Arbeiten der jungen Künstler, die noch bis zum 29. September im Foyer des Rathauses zu sehen sind. Er sei schon im Mai bei der professionell vorgetragenen Präsentation der Idee für einen Bornheimer Jugendkunstpreis durch die Jugendparlamentarierinnen Sarah El-Zayat und Jennifer Keil überzeugt gewesen, dass der ersten Preisvergabe noch viele weitere folgen würden.

Das Bornheimer Kinder- und Jugendparlament hatte die Initiative für den Preis ergriffen, um jungen Talenten eine Plattform zu bieten und sie zu fördern. Es hatte Sponsoren gesucht, 1200 Plakate und Flyer drucken lassen und die Kunstlehrer der örtlichen Schulen angeschrieben. Teilnahmeberechtigt waren junge Künstler zwischen zwölf und 19 Jahren, die in Bornheim leben, zur Schule gehen oder ihre Ausbildung machen.

Dank der Unterstützung der Städte- und Gemeindenstiftung der Kreissparkasse Köln waren die drei ersten Preis mit 200, 150 und 100 Euro dotiert. Den Sonderpreis für den jüngsten Teilnehmer in Höhe von 50 Euro erhielt der zwölfjährige Lutz Hartmann für sein Tigerauge im Pop-Art-Stil.

Die Arbeiten sind bis Samstag, 29. September, in der Bürgerhalle im Rathaus, Rathausstraße 2, zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen.