Nach Bürgerantrag auf Umbenennung: Entscheidung um Namenszusatz für Bornheim gefallen

Nach Bürgerantrag auf Umbenennung : Entscheidung um Namenszusatz für Bornheim gefallen

Ein Bürger hatte beantragt, die Stadt Bornheim mit einem Verweis auf den Fluss umzubenennen. Nun hat der Bürgerausschuss eine Entscheidung in der Frage getroffen.

Kurz und bündig: abgelehnt. Die Anregung eines Bürgers, Bornheim in „Bornheim am Rhein“ umzubenennen, hat im Bornheimer Bürgerausschuss keine lange Diskussion ausgelöst. Lediglich ein Ausschussmitglied befürwortete den Vorschlag, zwei weitere Kommunalpolitiker enthielten sich. Ein Bürger hatte die Umbenennung beantragt, um die Stadt von anderen Orten mit gleichem Namen deutlicher zu unterscheiden.

Die aktuelle Bezeichnung Bornheim (Rheinland) sei sehr sperrig, „Bornheim am Rhein“ dagegen weise einen guten Sprechfluss auf, heißt es in den Erläuterungen zum Bürgerantrag. Zudem sei der Rhein berühmt und sein positives Image werde auf Bornheim übertragen. „Das fördert das Stadtmarketing“, hatte der Antragsteller weiter geschrieben, der in der Ausschusssitzung indes nicht persönlich anwesend war. Ein weiterer Bürger, der darauf als Gegenvorschlag die Umbenennung „Vorgebirgsstadt Bornheim“ beziehungsweise „Stadt Bornheim am Vorgebirge“ gemacht hatte, war ebenfalls nicht in der Sitzung anwesend.

Zwei Beschlussvorträge für Ausschussmitglieder

Die Bornheimer Stadtverwaltung hatte in den Sitzungsunterlagen keine Präferenz für oder gegen die Anregung der Umbenennung gegeben, sondern zwei Beschlussvorschläge für die Ausschussmitglieder – als Empfehlung an den Stadtrat – formuliert. So war die Politik am Zug, eine Umbenennung zu befürworten und deren Kosten ermitteln zu lassen, oder sie abzulehnen. „Das Geld soll lieber in Projekte investiert werden, von denen die Bürger einen Mehrwert haben“, sagte Ute Kleinekathöfer (SPD). Petra Heller (CDU) schloss sich an. „Eine Umbenennung ist nicht nötig. Die Bezeichnung Stadt Bornheim hat sich bewährt“, befand sie.

Der Vorsitzende des Ausschusses, Christian Koch (FDP), erklärte, eine abweichende Meinung zu dem Thema zu haben. Als Vorsitzender wollte er sich aber nicht an der Diskussion beteiligen, ergänzte er. Wie er dem General-Anzeiger zuvor mitgeteilt hatte, stehe er einer Umbenennung jedoch positiv gegenüber. „Die Umbenennung von Bornheim in Bornheim am Rhein wird derzeit intensiv diskutiert. „Sicherlich haben wir im Rat brisantere und wichtigere Themen als dieses, aber ich persönlich finde die Idee durchaus charmant. Auch wenn ich selbst im Vorgebirge wohne: Der Rhein und die Rheinorte gehören zu unserer Stadt“, hatte Koch in einer schriftlichen Stellungnahme dem General-Anzeiger mitgeteilt.

Positiver Marketingeffekt

Auch die Stadtverwaltung hatte in ihren Ausführungen die Argumentation des Antragstellers aufgegriffen, dass der Zusatz „am Rhein“ einen positiven Marketingeffekt haben könnte. „Die Stadt Bornheim ist durch ihre Lage am Rhein sehr attraktiv“, so die Verwaltung. Zugleich räumte sie in ihren Ausführungen aber auch ein, dass auch die Lage der zehn Orte am Vorgebirgshang für Bornheim prägend sei. Am Ende blieb es bei Bornheim – ohne Rhein oder Vorgebirge.

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