Thorsten Knott möchte eine Ortsgruppe des Deutschen Kinderschutzbundes in Bornheim gründen: Eine Stimme für junge Bornheimer

Thorsten Knott möchte eine Ortsgruppe des Deutschen Kinderschutzbundes in Bornheim gründen : Eine Stimme für junge Bornheimer

Kinder brauchen eine Interessenvertretung - auch in Bornheim. Davon ist Thorsten Knott überzeugt. Darum möchte deehemalige FDP-Politiker die Gründung eines Ortsvereins des Deutschen Kinderschutzbundes initiieren.

"Bornheim ist eine wachsende Stadt", sagt Knott im Gespräch mit dem General-Anzeiger. Zwar gebe es ein vielfältiges Engagement für Kinder und Jugendliche, etwa in den einzelnen Orten. Auch sei die Schul- und Kindergartenlandschaft gut. Es fehle aber eine stadtweise Interessengemeinschaft.

Hier möchte der 40-Jährige, der selbst Vater von sechsjährigen Zwillingen ist, ansetzen. Dabei gibt Knott freimütig zu, dass er in seiner kommunalpolitischen Zeit kein Jugendpolitiker war. Ende 2013 war er nach mehr als zehn Jahren vorzeitig aus dem Stadtrat ausgeschieden und dann auch aus der FDP ausgetreten. In seiner politischen Zeit habe er viele Menschen kennengelernt und Kontakte geknüpft: "Ich kenne Gott und die Welt. Nun möchte ich Menschen zusammenbringen, die Spaß daran haben, sich für Kinder zu engagieren." Dabei möchte er seinen Vorstoß nicht als Kritik am städtischen Jugendamt sehen.

Dort werde gute Arbeit geleistet findet. Vielmehr gehe es um eine Partnerschaft mit der Stadt, aber auch mit Institutionen wie dem Stadtjugendring oder dem Kinder- und Jugendparlament. Im Vergleich zur Stadtverwaltung hätte eine Organisation wie der Kinderschutzbund eine höhere Flexibilität. Als Beispiel nennt Knott den Spielplatz an der Knippstraße. Wie berichtet, ist dieser wegen erhöhter PCB-Werte gesperrt. "Mit dem Verweis, dass es an Haushaltsmitteln zur Sanierung fehlt, würde sich ein ehrenamtlich Engagierter nicht zufriedengeben", so Knott, und er umreißt damit eine Idee, die er angehen möchte: auf dem Gelände einen Abenteuerspielplatz zu schaffen. Ebenso wollten er und die Menschen, die er bisher zur Mitarbeit gewinnen konnte, Debatten über sichere Schulwege oder die morgendliche Uhrzeit des Unterrichtsbeginns anstoßen. Bisher kenne er rund zehn Personen, die sich vorstellten könnten, beim Kinderschutzbund mitzuarbeiten, führt Knott aus.

"Meine Vorstellung ist, dass wir einen Ortsverein gründen, wenn wir 15 bis 20 Menschen zusammen haben." Im Idealfall sollte der Verein nach fünf Jahren ohne ihn funktionieren, so Knott. Dann würde er sich gerne anderen Projekten widmen - so wie er in der Vergangenheit den Förderverein des Schwimmbades sowie die Bürgergemeinschaft "Bornheimer für Bornheim" initiiert habe. Ein politisches Comeback schließt Knott allerdings aus. "Das ist keine Option."

Der Kinderschutzbund

Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) setzt sich nach eigenen Angaben für den Schutz von Kindern "vor Gewalt, gegen Kinderarmut und für die Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland ein". Ziel ist eine kinderfreundliche Gesellschaft, in der die "geistige, psychische, soziale und körperliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen gefördert" werde. Dabei sollen Kinder und Jugendliche in alles, was sie betrifft, einbezogen werden. Der DKSB wurde 1953 gegründet. Er gliedert sich in Landesverbände und Ortsvereine. In der Region gibt es Ortsvereine unter anderem in Bonn, Siegburg, Sankt Augustin, Hennef, Niederkassel, Euskirchen, Hürth und Brühl.

Der Kinderschutzbund hat nach eigenen Angaben bundesweit 50 000 Mitglieder. 5000 Menschen arbeiten hauptamtlich bei ihm, 10 000 Männer und Frauen wiederum ehrenamtlich. Finanziert wird die Arbeit durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Bußgelder und öffentliche Zuschüsse. Das erste öffentliche Planungstreffen für eine Bornheimer Ortsgruppe des Deutschen Kinderschutzbunds findet am Donnerstag, 11. Juni, im Restaurant Rotti's, Pohlhausenstraße 5, statt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Danach sind Treffen jeweils am ersten Donnerstag im Monat geplant. Kontakt: info@kinderschutzbund-bornheim.de.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.dksb.de.

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