Konzert im Wasserturm: Ein Stück Kuba in Brenig

Konzert im Wasserturm : Ein Stück Kuba in Brenig

Die Band „Azúcar Blanca“ begeistert mit heißen Rhythmen und gefühlvollen Songs beim Konzert in Bornheim. Und das auch mit eigenen Stücken.

Heiße Rhythmen, gefühlvoll gesungene Boleros und traditionelle Klassiker der lateinamerikanischen Musik verwandelten am Samstagabend den Breniger Wasserturm in eine kubanische Oase. Kurt Schiwy, der Betreiber der Kultstätte, hatte die Kölner Formation „Azúcar Blanca“ zu Gast.

Gisela Leyk (Gesang), Tilman Zschocke mit seiner Trompete, Philipp Knill (Saxofon), Joël Ghebaly am Klavier sowie Helmut Rohde (Bass) heizten den Gästen mächtig ein. Bis auf den letzten Platz war die Rotunde am Schornsberg besetzt. Mit bester Stimmung trotzten die Besucher dem nassen Wetter am Samstag und genossen die kubanischen Musikstücke aus den Bereichen Salsa, Bolero und Rumba.

In einem abwechslungsreichen Programm mischte die Band, deren Name auf Deutsch übrigens „Weißer Zucker“ bedeutet, Latin-Stücke im Stil der 50er Jahre mit fetzigen Salsa-Nummern.

Gleich zu Beginn des Konzertes bewies Leyk ihre Liebe zur kubanischen Musik und nahm die Gäste mit dem „Welthit „Chan Chan“ aus dem bekannten Film „Buena Vista Social Club“ mit auf ihre Reise nach Kuba. „Auch wenn ich in Deutschland geboren bin, so bin ich von der Seele her doch eher kubanisch“, verriet Leyk den Zuhörern. Und weiter: „Anfangs war es ein Urlaub in Kuba, dann kam die Leidenschaft für die kubanische Musik dazu.“

Neben den Gesangseinlagen von Leyk begeisterten immer wieder die instrumentalen Soloeinlagen ihrer Bandkollegen die Gäste, die diese mit Zwischenapplaus honorierten. Das dabei verbreitete kubanische Flair kam so gut an, dass die ersten Gäste bereits nach zwei Liedern stehend ihre Hüften schwangen.

Neben bekannten kubanischen Songs hatte die Band auch Eigenkreationen von Leyk, die auch bereits eine CD in Kuba aufgenommen hat, mit im Gepäck. So griff sie in ihrem Lied „Del Campo Me Voy“ ein aktuelles Thema auf der Karibikinsel Kuba auf. Der Song handelt von dem Phänomen der Landflucht hin in die Stadt, von der sich viele Kubaner ein besseres Leben versprechen.