30-jähriges Bestehen: "Ein Dorf ohne Tratsch" feiert Premiere in Merten

30-jähriges Bestehen : "Ein Dorf ohne Tratsch" feiert Premiere in Merten

Die Laienspielgruppe Merten präsentiert zum 30-jährigen Bestehen das Stück „Ein Dorf ohne Tratsch“. Geplant sind fünf Aufführungen.

Ein Dorf ohne Tratsch, das gibt es nicht, da sind sich alle Mitglieder der Laienspielgruppe Merten sicher. Deswegen ist ihr diesjähriges Stück auf dem Dorfplatz verortet. Dort, wo sich die Poststelle mit der neugierigen Mitarbeiterin Heidi Laber (gespielt von Melanie Breuer) befindet – doch eigentlich ist sie hauptberuflich als Tratschtante unterwegs. Sie hat stets im Blick, was alles los ist und wittert die Skandale, bevor sie passieren.

„Für unser 30-jähriges Jubiläum wollten wir ein Stück, in dem das Dorf und die Geschehnisse im Mittelpunkt stehen“, erzählt Christina Kind. Sie gehört seit elf Jahren der Laienspielgruppe an und freut sich, mit auf der Bühne stehen zu können. „Das Gruppengefühl ist toll und natürlich, dass man immer wieder in andere Rollen schlüpfen kann. Im Alltag und auf der Arbeit gibt es schließlich immer nur die eine Rolle, hier muss man sich in verschiedene Charaktere hineinversetzen“, sagt sie. Sie verkörpert Ayse, eine türkische Putzfrau und hat sich dafür „ein paar türkische Vokabeln angeeignet, damit es realistischer wird“. Der Rest von ihnen würde größtenteils auf Platt sprechen. Insgesamt stehen zehn Schauspieler auf der Bühne. „Jungen Nachwuchs suchen wir eigentlich permanent“, betont Kind.

Bereits im April hatten die Proben für das Lustspiel in drei Akten von Drehbuchautorin Christa Bitzer begonnen. Mit Pause dauert es rund zwei Stunden. Werner Schröder gibt in dem Stück den Bankangestellten, Sebastian Sauer den Postboten und Hans Schallenberg den Bürgermeister Ackerkirchen. Renate Raths, die Vorsitzende der Laienspielgruppe, übernimmt die Rolle der Bürgermeisterfrau, Volker Funk mimt den neu hinzugezogenen Künstler Leonardo Wortelhöfer und Nina Trost die Frau des Metzgermeisters Kleber, dargestellt von Stefan Kind.

Das mit viel Spielfreude agierende Ensemble macht Uschi Pingel als investigative Journalistin komplett, die im Ort auf der Suche nach einem Lottogewinner ist. Und spätestens nicht nur sie, nachdem sie vor Heidi Laber den Grund ihres Aufenthalts erwähnt hat. Kein Wunder, dass die Recherche von jeder Menge Tratsch begleitet wird.

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