Evangelische Kirchengemeinde Vorgebirge: Eckhart Altemüller wird neuer Seelsorger für Hemmerich

Evangelische Kirchengemeinde Vorgebirge : Eckhart Altemüller wird neuer Seelsorger für Hemmerich

Neuer Seelsorger für Hemmerich: Eckhart Altemüller tritt seine erste Pfarrstelle in Westdeutschland an.

Nach einem beruflich bewegten Leben wird Pfarrer Eckhart Altemüller nun seine Zelte erst einmal in Hemmerich aufschlagen. Von der evangelischen Kirchengemeinde Vorgebirge gewählt, tritt der 60-Jährige seinen Dienst am Montag, 7. Oktober, als Nachfolger des 2018 in den Ruhestand getretenen Gerhard Brose an. Zwischenzeitlich hatte Pfarrer Udo Schwenk-Bressler für ein Jahr die Seelsorge übernommen. Die Einführung des gebürtigen Braunschweigers Altemüller übernimmt während eines feierlichen Gottesdienstes in der Markuskirche am Sonntag, 6. Oktober, 16 Uhr, Superintendent Eckart Wüster. Im Anschluss ist die Gemeinde zu einem Umtrunk und ersten Kennenlernen eingeladen.

Seit fast zwei Wochen wohnen der neue Seelsorger und seine französische Frau Bénédicte im Pfarrhaus, die ersten Gemeindemitglieder hat das Ehepaar bereits kennengelernt. Altemüller gehört der evangelisch-reformierten Kirche an. Studium und pastorale Ausbildung führten den Theologen nach Berlin, Genf, Elberfeld und Freudenberg. Es folgten Pfarrstellen in Visp (Zermatt/Saas) im Schweizer Kanton Wallis, in Wieck-Eldena - dort verbunden mit einer Lehrtätigkeit am Institut für Kirchenmusik in Greifswald, im nordfranzösischen Lille sowie in Fürstenberg im Havelland.

"Für uns war immer klar, dass wir in Fürstenberg nicht aufs Altenteil gehen werden und darum noch einmal gen Westen ziehen würden - auch aus familiären Gründen. Außerdem gehört Bewegung, verbunden mit der Bereitschaft, neue Herausforderungen anzunehmen und neue Menschen kennenzulernen, zum Leben dazu", sagt Altemüller. Er versteht seinen Dienst als Herausforderung, immer wieder mit Menschen unterschiedlicher Provenienz und Religion ins Gespräch zu kommen und existenziellen Fragen nicht auszuweichen.

Altemüller freut sich auf seine neuen Aufgaben im Vorgebirge, denn "im Vergleich zu meiner vorherigen Gemeinde in Fürstenberg/Havel ist Bornheim für mich dicht besiedeltes Gebiet. Ich bin neugierig, denn ich war noch nie Pfarrer in einer westdeutschen Stadt". Mit seinem Wirken als Seelsorger möchte er den "Menschen zuhören. Die Leute suchen Jemanden, der sie begleitet."

In den ersten Tagen in Hemmerich hat Altemüller bereits Eindrücke von seinen neuen "Schäfchen" gewonnen. So seien die Menschen in Bornheim und Alfter doch ziemlich "offen", einladend und freundlich. "Vielleicht gibt es auch Hinweise auf Baustellen. Dann bin ich gerne dabei. Das ist dann eine Gelegenheit, einmal gemeinsam zu schauen, was da gestaltet werden könnte", betont Altermüller, der seine bisherigen Erfahrungen gerne ins neue Team einbringen möchte.

Auch privat werden Altemüller und seine Frau auf Entdeckungsreise im Vorgebirge und im Rheinland gehen. Neu wird für ihn die fünfte Jahreszeit sein, die bald beginnt. "Den rheinischen Karneval habe ich nie erlebt. Den kenne ich nur aus dem Fernsehen."

Mehr von GA BONN