Ortsentwicklung in der Region: Der Klostergarten in Merten wird barrierefrei

Ortsentwicklung in der Region : Der Klostergarten in Merten wird barrierefrei

Bagger und Schaufeln buddeln für die Barrierefreiheit: Am Klostergarten in Merten gibt es bald einen Aufzug und flachere Verbindungswege. Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, sollen es einfacher haben.

Barrierefreiheit im Klostergarten: Für eine bessere Mobilität von Senioren und Eltern mit Kinderwagen werden auf dem Mertener Areal der Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe (GFO) bis Ende 2020/Anfang 2021 ein Außenaufzug gebaut und verschiedene Wege geebnet. So wird in den nächsten Monaten das Gefälle zwischen dem Seniorenzentrum St. Elisabeth und dem Alten Kloster mit Begegnungszentrum abgeflacht und der Eingang ins Begegnungszentrum vom Park aus barrierefrei sein.

Vorteile bringt die Barrierefreiheit nicht nur den Bewohnern des Geländes – dort sind ein Kindergarten, ein Mutter-Kind-Haus und verschiedene Wohnprojekte untergebracht –, sondern vor allem auch den Dorfbewohnern mit eingeschränkter Mobilität, die dann auch die zahlreichen Angebote im Klostergarten besser wahrnehmen können.

Den Spatenstich nahmen am Donnerstag Jan Heinisch, Staatssekretär im NRW-Bauministerium, Bürgermeister Wolfgang Henseler, Vizebürgermeisterin Petra Heller, Ortsvorsteher Hans Gerd Feldenkirchen und der Architekt Holger Beckmann vor.

Als ehrgeiziges Projekt bezeichnete Judith Bielz den Bau eines Außenfahrstuhles. „Die Barrierefreiheit ist für die Menschen am Standort genauso wichtig wie für die Menschen aus dem Ort, die nicht mehr gut zu Fuß sind, oder mit dem Kinderwagen zu uns kommen wollen“, sagte die Vize-Einrichtungsleiterin bei der Begrüßung. Im Planungskonzept vorgesehen ist außerdem noch der Umbau eines Bewegungsraumes. „Da gibt es allerdings noch nichts Konkretes“, machte Quartiermanagerin Nora Beißel deutlich.

463.00 Euro Kosten

Als einen besonderen Spatenstich charakterisierte Jan Heinisch den Termin in Merten. „Wenn ein Aufzug vorhanden ist, bemerkt man ihn nicht. Nur sein Fehlen fällt auf. Hier bereichert die Barierefreiheit ein ganzes Viertel. Das war für uns auch der Grund, diese Maßnahme zu fördern“, erklärte der Landespolitiker.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 463.000 Euro. Das Geld stammt aus dem NRW-Städtebauprogramm „Soziale Integration im Quartier 2018“. Die Fördersumme beträgt 374.400 Euro. Dabei übernehmen der Bund 75 Prozent (312.000 Euro), das Land 15 Prozent (62.400 Euro) und die Stadt Bornheim zehn Prozent (41.600 Euro). Den Restbetrag von 46.300 Euro trägt die GFO.

Mit den ersten Wegearbeiten wurde bereits in der vergangenen Woche begonnen, der Bau des Aufzuges soll im Februar in Angriff genommen werden. Ein- und Ausstieg werden an der Klosterstraße sein, die Fahrt des Glasgefährtes, das rund sechs Meter Böschung überwinden muss, endet am Kindergarten.

„Der Aufzug wird als Betonkonstruktion konzipiert. Der Glaskörper ermöglicht einen Blick aufs Vorgebirge“, so der Fachmann. Judith Bielz nutzte die Gelegenheit des Spatenstichs denn auch, um den Bornheimer Verwaltungschef auf die Dringlichkeit einer Begradigung des Bürgersteigs in der Kirchstraße hinzuweisen. Für Henseler ein sinnvolles Anliegen. „Das wird in meiner Amtszeit noch passieren.“ Der SPD-Politiker wird im nächsten Jahr bei der Kommunalwahl nicht mehr antreten.

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