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Fördergeld steht in Aussicht: Der Bahnhof Roisdorf soll barrierefrei werden

Fördergeld steht in Aussicht : Der Bahnhof Roisdorf soll barrierefrei werden

Für die Modernisierung und den behindertengerechten Ausbau des Roisdorfer Bahnhof stehen Fördergelder in Aussicht. Im Rahmen einer Mobilstation sollen sowohl Ladesäulen für Elektroautos als auch eine „Radstation“ eingerichtet werden.

Der Bahnhof in Roisdorf ist kein städtebauliches Schmuckstück. Er muss dringend modernisiert und behindertengerecht gestaltet werden. Dafür steht jetzt Fördergeld aus der sogenannten Modernisierungsoffensive (MOF 3), mit der Land, Bund und die DB Station&Service AG in die Instandsetzung und Verbesserung der Stationen in NRW investieren, in Aussicht. Das geht aus einer Sitzungsvorlage des Zweckverbands Nahverkehr Rheinland (NVR) hervor.

Wie der Bornheimer Bürgermeister  Wolfgang Henseler (SPD) und der Landtagsabgeordnete Oliver Krauß (CDU) mitteilen, rückt der Roisdorfer Bahnhof für den Bahnhof Leverkusen-Schlebusch in den Kreis der 17 Bahnhöfe nach, die im Gebiet des Nahverkehrs Rheinland von der MOF 3 profitieren. Daran geknüpft ist die Perspektive der Modernisierung bis zum Jahr 2023, die das Ausbauprogramm für die ausgewählten Bahnhöfe vorsieht.

Barrierefreiheit ist das Ziel für den Bahnhof

Das Nachrücken des Roisdorfer Bahnhofs wird aufgrund einer gemeinschaftlichen Initiative mit dem NVR möglich, nachdem für die Ausbaukosten in Schlebusch ein anderer „Finanzierungs-Topf“ beansprucht werden kann.

Krauß und Henseler machen die Wichtigkeit der jetzigen Programmzusage deutlich: „Die Züge müssen für alle barrierefrei zu erreichen sein. Dies entspricht dem vom Bund vorgegebenen Ziel, im öffentlichen Personennahverkehr bis 2022 die Barrierefreiheit zu erreichen.“ Beide hatten zuvor an der Seite des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) erfolgreich Initiative ergriffen, dass in Roisdorf zumindest über eine Betonrinne die Möglichkeit geschaffen wird, ein Fahrrad auf den Mittelbahnsteig zu schieben.

Nun kommt vor allem der barrierefreie Zugang zum Mittelbahnsteig durch einen Aufzug in Sichtweite. Seitens der Stadt Bornheim ist überdies der Umbau des Bahnhofs zu einer „Mobilstation“ geplant: Bereits heute vermietet die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) in Roisdorf Elektrofahrräder. Im Rahmen einer Mobilstation sollen sowohl Ladesäulen für Elektroautos als auch eine „Radstation“ eingerichtet werden mit der Möglichkeit, dort auch teure Fahrräder sicher unterzustellen. Schon heute gibt es einen Betreiber für eine kleinere Reparaturwerkstatt in der ehemaligen Wartehalle des Bahnhofs Roisdorf.

Henseler und Krauß wollen eine linksrheinische S-Bahn

Inzwischen wird der Bahnhof Roisdorf von vier Buslinien angefahren, die auf beiden Seiten halten. „Im Bezug zum erforderlichen Ausbau des Bahnhofs steht ein Zugangebot, das dem Bedarf an den Bahnhöfen in Sechtem und Roisdorf gerecht wird, sowohl in Richtung Köln als auch in Richtung Bonn“, machen Henseler und Krauß deutlich. Ziel sei weiterhin die Errichtung einer linksrheinischen S-Bahn, deren Realisierbarkeit bislang unter dem Arbeitstitel „S 17“ untersucht wird: mit der langfristigen Perspektive eines Betriebs im 20-Minuten-Takt, auf eigener Trasse, möglichst unabhängig vom Fern- und Güterverkehr.