Denkmal in Bornheim: Das Rösberger Donatus Heiligenhäuschen steht wieder

Denkmal in Bornheim : Das Rösberger Donatus Heiligenhäuschen steht wieder

Die Arbeiten sind erledigt: Pastor Norbert Prümm hat den Bildstock, der durch einen Unfall im vergangenen Jahr bis auf die Grundmauern zerstört worden war, nach seiner Instandsetzung eingesegnet.

Sie sind etwas Besonderes im Vorgebirge: In Rösberg und Umgebung stehen neun Heiligenhäuschen und Wegekreuze. Und so war es nicht verwunderlich, dass nach der Instandsetzung des Donatus Heiligenhäuschens an der Ecke Metternicher Straße/Alter Heerweg rund 65 Rösberger, darunter Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr und Ortsvorsteher Peter Tourné, an der Segnung teilnahmen.

Der Bildstock, der dem Schutzpatron gegen Hagel, Blitz und Unwetter gewidmet ist, wurde 2017 durch einen vorbeifahrenden Lkw bis auf die Grundmauern zertrümmert, die erforderliche Restaurierung von rund 12 000 Euro wurde in diesem Jahr in Angriff genommen. 8000 Euro bezahlte die Versicherung des Unfallverursachers, den Rest übernahm der Kirchenvorstand.

Außer im vergangenen Jahr war es bereits 1983 an der Stelle zu einem Unfall gekommen – damals mit Todesfolge. Für Pfarrer Norbert Prümm Grund genug, in seiner Ansprache nicht nur Bezug auf den Schutzpatron gegen Hagel, Blitz und Unwetter zu nehmen, sondern mit den Gläubigen auch um Schutz vor Verkehrsunfällen zu beten. Rösberg ist einer der Orte, der mit den Heiligen Donatus und Markus gleich zwei Patrone hat, die den Ort vor negativen Umwelteinflüssen bewahren sollen.

Errichtet wurde das Kleinod 1787

Mit der Instandsetzung des 1787 errichteten Kleinods ist die Riege der Rösberger Denkmäler wieder komplett. Denn an den Heiligenhäuschen soll ab dem nächsten Frühjahr ein Wanderweg vorbeiführen und Spaziergängern sowie Kulturinteressierten die örtlichen Denkmäler nahe bringen. Initiator eines solchen Wanderwegs ist Paul Krewer, der gemeinsam mit Ortsvorsteher Peter Tourné innerhalb des NRW-Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ im vergangenen Jahr diese Idee entwickelte. Dabei hatte Rösberg den zweiten Platz belegt.

Ein Flyer mit kurzen Beschreibungen und Abbildungen, auf der Rückseite eine Wanderkarte, ist bereits gedruckt.

„Noch verfügen wir über Bildstöcke, Wegekreuze und Heiligenhäuschen. Diese sind Denkmale einer weitgehend vergangenen Frömmigkeit. Die meisten von ihnen wurden von Privatpersonen gestiftet oder selbst errichtet“, unterstrich Paul Krewer die Bedeutsamkeit. Der von der Dorfgemeinschaft herausgegebene Wegbegleiter liegt im nächsten Jahr in Spenderboxen an den jeweiligen Denkmälern aus.

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