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Wohnstift Beethoven: Bornheims Retter spielten Einsatz durch

Wohnstift Beethoven : Bornheims Retter spielten Einsatz durch

Feueralarm in Bornheim: Vier Einsatzwagen aus Bornheim und Dersdorf rasen zum Wohnstift Beethoven ins Siefenfeldchen. Anweisungen kommen von Einsatzleiter Heinz Muhr. Die Schranke zur Zufahrt zu Haus 1 wird geöffnet, die große Drehleiter in Windeseile ausgefahren und schon steigen Feuerwehrleute mit Atemgeräten hinauf zum vierten Stock.

Ein Mensch soll vom Balkon, eine zweite ohnmächtige Person aus der brennenden Wohnung gerettet werden. Fenster öffnen sich, interessiert verfolgen Nachbarn von ihren Balkonen die aufregenden Vorgänge.

Zum Glück für alle Bewohner und Mitarbeiter des Hauses ist das an diesem Samstag Vormittag nur eine umfangreiche Übung. "Wir freuen uns über das Engagement und die jährlichen Übungen unserer Bornheimer Feuerwehr. Die Einsatzkräfte sollen sich mit den Gegebenheiten in der Wohnanlage vertraut machen und sich auf dem weitläufigen Gelände schnell zurecht finden", erläutert Franz Terres, Leiter des Wohnstiftes.

Im Rahmen einer Sicherheitswoche, die jedes Jahr stattfindet, wurde in den vergangenen Tagen Mitarbeitern und Bewohnern von Stadtbrandmeister Hans-Georg Gennrich eine Brandschutzunterweisung angeboten, um alle auf einen Notfall vorzubereiten. "Warum fallen die Türen zu?" oder "Wo sind die Sammelpunkte und die Seitenausgänge?" sind dabei die sich oft wiederholenden Fragen.

Hausmeister Willi Fassbender kann sich noch sehr gut an einen Brand durch einen implodierten Fernseher vor zehn Jahren erinnern. "Alles hat wie am Schnürchen geklappt, niemand kam zu Schaden," erzählt der Bornheimer.

Niklas Mandt, 14-jähriger Schüler und fünf Jahre aktiv in der Jugendfeuerwehr tätig, stellt sich heute als das zu rettende Opfer auf den Balkon, eine Puppe wird als ohnmächtiger Brandverletzter durch das verqualmte Treppenhaus ins Freie getragen. "Eine solche Herausforderung in dieser herbstlichen Kälte wäre für unsere Bewohner zu aufregend", erklärt Terres.

Mit Atemmasken versehen, dringt nun die Dersdorfer Löschgruppe unter Anleitung von Löschgruppenführer Christoph Schmitz in die brennende Wohnung ein. Nach kurzer Zeit heißt es "Feuer aus, alle Personen gerettet". "Ich hatte mir das alles ein wenig schneller vorgestellt, aber die Männer dürfen ja auch nicht hektisch werden", bemerkt Friedhelm Seiffen. Der 91-Jährige hat den Einsatz aufmerksam verfolgt und ist vor allem von der aufwendigen Technik beeindruckt.

"Alles hat routiniert geklappt, so wird es auch im Notfall ablaufen", zeigt sich Heinz Muhr mit dem gelungenen Einsatz seiner Truppe zufrieden.