Besucherzahlen des Bornheimer Bads: Bad-Öffnungszeiten auf dem Prüfstand

Besucherzahlen des Bornheimer Bads : Bad-Öffnungszeiten auf dem Prüfstand

Der Stadtbetrieb Bornheim prüft mögliche Änderungen der Öffnungszeiten des Hallenfreizeitbades.

Dabei gehe es darum, ob es sich lohne, zu bestimmten Zeiten beispielsweise einen Familientag anzubieten, an dem das Becken auf 1,25 Meter hochgefahren werden und Schwimmnudeln oder Ähnliches zum Spielen zur Verfügung gestellt werden könnten, erklärte Stadtbetriebsvorstand Ulrich Rehbann.

Auf die Frage, ob auch eine Einschränkung der Öffnungszeiten möglich sei, erklärte er, die Prüfung sei „ergebnisoffen“. Im Fokus stehe die Frage „Wer kommt wann in welche Bereiche?“, so Rehbann. Dazu seien die Besucherzahlen in der Zeit vom 30. November 2015 bis zum 10. April 2016 stündlich erfasst worden.

Das Thema stand jüngst auf der Tagesordnung des Verwaltungsrats des Stadtbetriebs. Wie aus der Sitzungsvorlage hervorgeht, sind die Besucherzahlen zuletzt gesunken: Die Zahlen von Januar bis März 2016 liegen demnach um zwölf Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums. Die Verkaufszahlen der Schwimmtarife sanken um 6,3 Prozent.

Dabei waren die Besucherzahlen im Jahr 2015 noch um 5,4 Prozent gegenüber denen von 2014 gestiegen. Besonders auffällig ist der Rückgang im März 2016 mit einem Minus von 26,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr: 11 645 Besucher kamen in dem Monat ins Bad, im März 2015 waren es noch 15 785 gewesen, und 2014 registrierte das Bad 16 508 Gäste. Mitte Januar war das Bornheimer Schwimmbad bekanntlich in den Fokus der Öffentlichkeit geraten, nachdem die Stadt erwachsenen männlichen Flüchtlingen aus drei Unterkünften in Bornheim-Ort den Zutritt versagt hatte.

Sie hatte damit auf Vorfälle reagiert, bei denen junge männliche Flüchtlinge Frauen verbal und mit anzüglichen Gesten belästigt hatten. Einen direkten Zusammenhang zwischen den abnehmenden Besucherzahlen in den ersten Monaten des Jahres 2016 und dem Wirbel um das knapp einwöchige Badverbot für männliche Flüchtlinge sehe er jedoch „eigentlich nicht“, sagte Rehbann darauf angesprochen: „Ursachen gibt es viele“, meinte er, und generell seien die Zahlen seit Jahren rückläufig.

Neuer Pächter für Gastronomie

Gute Nachrichten gibt es in Sachen Gastronomie: Die sei seit 1. April wieder verpachtet, nachdem sie drei Monate leer gestanden habe, weil die vorherige Pächterin kurzfristig gekündigt habe, so Rehbann.

Der neue Gastronom, der Pommes, Eis, Getränke und Co. sowohl im Hallen- als auch im Freibad serviert, hat nach Angaben des Stadtbetriebs bereits für die Köln-Bäder die Bewirtschaftung in verschiedenen Schwimmbädern und Saunen übernommen und verfügt über langjährige Erfahrung. Neu sind laut Rehbann Automaten mit Süßigkeiten und Getränken, die der Pächter im Eingangsbereich aufgestellt hat.

Ebenfalls neu ist ein Lift, der laut Sitzungsvorlage in der Schwimmhalle installiert wurde und Menschen mit Behinderung, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, den Zugang zum Variobecken erleichtern soll.

Für Herbst angedacht sind Arbeiten am Warmbecken, das eine Edelstahlauskleidung erhalten soll. Nach Angaben des Stadtbetriebs laufen derzeit die Vorbereitungen für die Ausschreibung. Das Bewegungsbecken hat eine entsprechende Ausstattung bereits im vergangenen Jahr erhalten.

Die Freibadsaison ist in Bornheim seit Mitte Mai eröffnet. Die Freibadwiese steht zur Verfügung, wenn das Wetter es zulässt.