Wandern im Vorgebirge: Auch die „Heimatblick-Runde“ ist mit dabei

Wandern im Vorgebirge : Auch die „Heimatblick-Runde“ ist mit dabei

Der Naturpark Rheinland präsentiert drei neue Wanderrouten rund um Alfter und Bornheim und hat 20 Wegweiser und 60 Markierungspfosten aufgestellt.

„Vor einigen Jahren haben wir begonnen, das Wegeleitsystem im gesamten Naturparkgebiet neu zu strukturieren“, sagte Harald Sauer, Geschäftsführer des Zweckverbands Naturpark Rheinland, am Mittwoch bei der Vorstellung neuer Wanderwege im Vorgebirge.

Das sei nötig gewesen, weil es mittlerweile ein „höheres Komfortbedürfnis“ der Nutzer gebe. Sauer spricht von 3,5 Millionen Menschen, für die der Naturpark Rheinland in den Ballungsräumen von Köln und Bonn ein wichtiges Naherholungsgebiet darstellt.

Was sich für den Wanderer vor allem in den 20 neu aufgestellten Wegweisern und 60 Markierungspfosten innerhalb des 1000 Quadratkilometer großen Gebietes zeigt, bedeutete für die im Hintergrund tätigen Planer umfangreiche Abstimmungen mit Kommunen, Eigentümern, Landwirtschaft, Eifelverein und Naturschutz, bis die neue Wegeführung umgesetzt werden konnte.

Bei schönstem Frühlingswetter trafen sich zur Präsentation der drei neu eingerichteten Wanderwege „Heimatblick-Runde“ (15 Kilometer), „Waldville-Weg“ (18 Kilometer) und dem 26 Kilometer langen und ebenfalls neu geführten „Kappesweg“ die Bürgermeister von Bornheim und Alfter, Wolfgang Henseler und Rolf Schumacher, mit den Verantwortlichen von Naturpark Rheinland und Eifelverein am Aussichtsturm des Landschaftsschutzvereins Vorgebirge (LSV).

Frank Scheer vom Naturpark erklärte dort an einem Beispiel das neue Wegeleitsystem. Immer wieder passiere es, dass Ortsansässige die Schilder verbiegen, weil sie den direkten Weg zu einem Ort besser zu kennen glauben. „Doch das Leitsystem leitet auf den bestehenden Wanderwegen in die jeweiligen Orte“, betonte Scheer und machte dabei auf die Piktogramme aufmerksam, die zusätzlich auf Wanderparkplätze, Bahnhöfe und Einkehrmöglichkeiten hinweisen, wobei nicht immer der direkte Weg auch der schönste sein muss.

Neben den Hauptwegweisern werden die Wanderwege mit „H“ für die „Heimatblick-Runde“, „W“ für den „Waldville-Weg“ und „K“ für den „Kappesweg“ gekennzeichnet. Dabei sind die Wege derart konzipiert, dass sie an den meisten Sehenswürdigkeiten des Vorgebirges vorbeiführen.

Sauer und Scheer wissen, dass der Wanderer heute einen anderen Qualitätsanspruch an die Beschilderung hat als früher. Scheer: „Man möchte sich die Wege nicht mehr selber erarbeiten, sondern losfahren, einen Parkplatz finden und loslaufen. Eine gewisse Streckenlänge muss vorgegeben sein und die Markierungen müssen auf Sicht zu finden sein.“

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