Antrag von SPD, UWG und Linkspartei: Anlage zur Wasserenthärtung für Bornheim gefordert

Antrag von SPD, UWG und Linkspartei : Anlage zur Wasserenthärtung für Bornheim gefordert

Wasser ist eines der Grundnahrungsmittel - ob als schlichtes Getränk oder als Grundstoff für Tee, Kaffee oder fürs Kochen. Kein Wunder also, dass es in Bornheim eine wahre Antragsflut zum Thema gibt.

In Sachen Wasserversorgung kann man mittlerweile von einer Antragsflut sprechen, liegt nun Antrag Nummer fünf dazu für die Ratssitzung am Donnerstag vor. Antragsteller sind SPD, UWG und Linkspartei. Sie fordern den Bau einer technischen Wasserenthärtungsanlage im Wasserwerk Eichenkamp.

Wie die Fraktionsvorsitzenden Wilfried Hanft (SPD), Hans Gerd Feldenkirchen (UWG) und Michael Lehmann (Die Linke) allerdings mitteilen, werde der Antrag nur dann zur Abstimmung gebracht, wenn die Positionen der drei Fraktionen hinsichtlich einer Beibehaltung der bisherigen Versorgung oder einer moderaten Veränderung des bisherigen Mischungsverhältnisses keine Mehrheit finden sollte.

Wassergemisch für Rheinorte

Wie berichtet, wollen CDU, Grüne und ABB, dass das Bornheimer Wasser künftig zu 100 Prozent vom Wahnbachtalsperrenverband (WTV) geliefert wird. Aus rechtlichen Gründen sollen davon die Rheinorte zunächst ausgenommen werden. Für sie sehen die drei Fraktionen ein Wassergemisch vor, das zu 70 Prozent vom WTV stammt sowie zu 30 Prozent vom Wasserbeschaffungsverband Wesseling-Hersel (WBV). Hintergrund ist der Wunsch nach weicherem Wasser. Zurzeit wird die gesamte Stadt mit 25 Prozent WTV-Wasser und 75 Prozent WBV-Wasser versorgt.

Stadler wehrt sich gegen Kritik

"Mit dem Bau einer Wasserenthärtungsanlage werden alle Forderungen erfüllt, die sich im Änderungsantrag der Fraktionen von CDU, Grünen und ABB wiederfinden", heißt es in der Antragsbegründung von SPD, UWG und Linke. So erhielten alle Bornheimer das gleiche Wasser zu gleichen Kosten, die geringer seien als bei einem WTV-Vollbezug. Ebenso werde der Bezug von chloriertem Wasser vermieden. Laut SPD, UWG und Linke ist die Zusetzung von Chlor ein fester Bestandteil des Wahnbachwassers.

Unterdessen wehrt sich SPD-Mann Harald Stadler gegen die Kritik vonseiten der Grünen, seine Idee für einen Ratsbürgerentscheid zum Wasser sei Populismus (der GA berichtete). Er verweist darauf, dass sich die Grünen im September 2014 selbst für einen Bürgerentscheid zur Zukunft der Wasserversorgung ausgesprochen hätten.

Den Bürger entscheiden lassen

Wie Stadler mitteilt, gehe es ihm nicht um das Für oder das Wider einer anderen Wasserversorgung. Er halte es persönlich für nicht ratsam, dass der Stadtrat sich mit einer abzeichnenden knappen Mehrheit für einen Bezugswechsel ausspricht - insbesondere, wenn sich eine Preiserhöhung anbahne. Daher sei seine Bitte an den Rat: "Überlassen wir dem Bürger die Entscheidung."

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