Zwischen Blumenstraße und Katzentränke: 84 Doppelhaushälften und 16 Eigentumswohnungen

Zwischen Blumenstraße und Katzentränke : 84 Doppelhaushälften und 16 Eigentumswohnungen

Rund 50 Kardorfer versammelten sich am Donnerstagabend auf Einladung der Stadt in der Gaststätte "Zum alten Bahnhof", um Einzelheiten über den Entwurf des Bebauungsplans "Ka 03" zu erfahren. Ab 2014 will der Investor "Montana Wohnungsbau" aus Bad Honnef auf einem vier Hektar großen Gelände zwischen Blumenstraße (L 183), Travenstraße, Katzentränke und dem Sankt-Josefs-Weg 84 Doppelhaushälften und 16 Eigentumswohnungen in Form von zwei Mehrfamilienhäusern realisieren.

"Ziel der Stadt ist es, Sie als Anwohner bereits zu Beginn der Planungsphase an diesem Projekt zu beteiligen", so der Erste Beigeordnete Manfred Schier. So sollen Anregungen der Bürger aufgegriffen und mit in die laufenden Planungen einbezogen werden.

Den Entwurf stellte Stefan Haase von der H+B Stadtplanung aus Köln vor. So sind bei der Erschließung des Neubaugebietes zwei Zufahrten vom Sankt-Josefs-Weg und von der Katzentränke aus geplant. Die neuen verkehrsberuhigten Straßen verfügen insgesamt über 38 öffentliche Parkplätze. Zudem soll ein 660 Quadratmeter großer Kinderspielplatz an der Zufahrtsstraße zur Katzentränke angelegt werden.

Innerhalb eines Energiekonzepts, das zurzeit entwickelt wird, könnte ein Blockheizkraftwerk zum Einsatz kommen. Zusammen mit dem Investor baut die Stadt ein neues Regenrückhaltebecken zwischen Blumenstraße und Katzentränke. Um den Lärmschutz zu gewährleisten, ist entlang der Blumenstraße ein zwei Meter hoher Wall mit einer 1,50 Meter hohen begrünten Lärmschutzwand vorgesehen.

Im Anschluss an die Präsentation kamen dann die Kardorfer zu Wort. Es entstanden wortreiche Diskussionen über die Länge des Lärmschutzwalls sowie die Lage des Regenrückhaltebeckens. "Eine Verlagerung des Rückhaltebeckens ist nicht so einfach", so Schier. "Wir haben uns bewusst den tiefsten Punkt im Baugebiet dafür ausgesucht." Applaus erhielt der Vorschlag eines Anwohners, den Kinderspielplatz in die Mitte des Neubaugebietes statt am Rand anzusiedeln.

Auch die Anregung des ehemaligen Bornheimer Bürgermeisters Wilfried Henseler, die geraden Straßenverläufe durch versetzte Baufluchten aufzulockern, fand Anklang bei den Bürgern. Große Sorge bereitet den Anwesenden die lange Bauzeit und der damit verbundene Baustellenverkehr. Dazu Heiko Bartelt von Montana: "Wir planen eine etwa dreijährige Bauphase.

Für den Bau aller Häuser müssen zwangsweise viele Hundert LKWs in das Neubaugebiet einfahren. Sollte es zu Belästigungen kommen, sprechen Sie uns bitte an". Um die entstehenden Lärm- und Staubbelästigungen der Baufahrzeuge von den Bewohnern weitestgehend fern zu halten, versprach Manfred Schier zudem, auf den Landesbetrieb Straßenbau NRW zuzugehen, damit eine direkte Zufahrt von der Blumenstraße umgesetzt wird.

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