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Fördermittel von der Lanxess-Bildungsinitiative: 30.000 Euro-Spende für Mint-Projekte am Humboldt-Gymnasium

Fördermittel von der Lanxess-Bildungsinitiative : 30.000 Euro-Spende für Mint-Projekte am Humboldt-Gymnasium

Das Bornheimer Alexander-von-Humboldt-Gymnasium hat eine Spende der Lanxess-Bildungsinitiative erhalten. Damit hat die Schule unter anderem eine VR-Brille und Tablets für den Unterricht angeschafft.

Der Name des berühmten Naturforschers verpflichtet: Am Bornheimer Alexander-von-Humboldt-Gymnasium (AvH) wird den sogenannten Mint-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) ein besonders hoher Stellenwert beigemessen. Schülern mit naturwissenschaftlichem Interesse werden viele Möglichkeiten geboten. Zudem ist das Gymnasium Teil des deutschlandweiten Excellence-Netzwerks Mint-EC, dem Schulen mit ausgeprägten Mint-Profil angehören.

Durch eine Fördersumme von 30.000 Euro, die die Schule von der Lanxess-Bildungsinitiative erhalten hat, konnte das Gymnasium seit den Sommerferien neues Material zur Digitalisierung der Mint-Fächer anschaffen. Das AvH hatte sich gleich mit drei Projekten um eine Förderung beim Spezialchemiekonzern beworben, der seine Bildungsinitiative 2008 ins Leben gerufen hatte, um den naturwissenschaftlichen Unterricht an Schulen zu unterstützen (siehe Kasten).

Gymnasium überzeugt mit Vielfalt seiner Projekte

Die Themen „Chemieunterricht digitalisieren“, „Wir experimentieren zusammen“ und „Junge Forscher international“ überzeugten Nina Hasenkamp, Leiterin der Lanxess-Bildungsinitiative, mit ihrer großen Bandbreite. Für ein Unternehmen wie den Lanxess-Chemiekonzern sei Vielfalt besonders wichtig, weil sich der gesamte Bereich der Mint-Fächer darin wiederfinde, sagte Hasenkamp. „Ihr Engagement für die Naturwissenschaften und den Mint-Bereich an Ihrer Schule ist besonders beeindruckend“, fand die Leiterin. 2019 standen ihr zufolge für die Bildungsinitiative insgesamt rund 150.000 Euro zur Verfügung.

In welche Anschaffungen und Projekte die Fördersumme geflossen ist, drüber konnte sich die Leiterin bei einem Besuch am AvH persönlich informieren. Im Chemieunterricht der Q1 zeigte Lehrerin Andrea Schumacher, wie die neu angeschafften iPads samt Messfühler die Schüler beim Experimentieren unterstützen. Die Schüler sollten herausfinden, ob ein Balsamicoessig tatsächlich den auf der Verpackung angegebenen Anteil von sechs Prozent Säure enthält. Dazu wurden die von einem Messfühler erfassten Werte über Bluetooth aufs iPad übertragen und gleich in einem Diagramm dargestellt.

„Die Dinge, die wir angeschafft haben, kann man nicht mal eben nebenher kaufen“, sagte Chemielehrer Gregor von Borstel, der den Antrag auf Förderung bei Lanxess gestellt hatte. „An unserer Schule verfolgen wir einerseits die Breitenförderung, anderseits aber auch die Exzellenzförderung. Beiden Bereichen kommt diese riesige Finanzspritze zugute“, ergänzte Schulleiter Christian Dubois.

Begeisterung für Naturwissenschaften soll geweckt werden

Ein Teil der 30.000 Euro floss deshalb auch in Materialien für das Projekt „Wir experimentieren zusammen“, mit dem schon bei den jüngsten Schülern die Begeisterung für die Naturwissenschaften geweckt werden soll. Einmal jährlich lädt das AvH Viertklässler aus den umliegenden Grundschulen zu Experimentiertagen ein. Unter dem Motto „Junge Forscher international“ bietet das AvH außerdem einen Schüleraustausch mit der Fachoberschule Marie Curie in Meran an, der nun durch die Förderung unterstützt wird.

Vor Ort war Nina Hasenkamp dabei, als die Schüler dank professioneller Technik ein Video über den letzten Besuch in Meran herstellten. Mit der neu angeschafften Virtual Reality-Brille, die auch über ein System verfügt, das die Fingerbewegungen verfolgt, tauchte die Besucherin in virtuelle Welten ein. Informatik- und Mathematiklehrer Georg Böhm zeigte sich begeistert von der neu angeschafften Brille, die im Unterricht vielfältige Einsatzmöglichkeiten bietet. „Wir empfinden die außergewöhnliche Unterstützung als Wertschätzung unserer Arbeit und fühlen uns bestärkt, den eingeschlagenen Weg als MINT-EC-Schule fortzuführen“, sagte Chemielehrter Gregor von Borstel.