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Sakrales Bauwerk in Volmershoven-Heidgen: Zerstörtes Wegekreuz ist ein Versicherungsfall

Sakrales Bauwerk in Volmershoven-Heidgen : Zerstörtes Wegekreuz ist ein Versicherungsfall

Bei einem Autounfall in Volmershoven-Heidgen wurde das Kleinod an der Ecke Hauptstraße/Schmale Allee beschädigt. Noch ist die Erstattungsfrage offen.

Vom Wegekreuz an der Ecke Hauptstraße/Schmale Allee ist nicht mehr viel zu sehen. Auf dem Feld bei Volmershoven-Heidgen liegen nur noch Teile der Anbringung und des Fundaments. Mitte November 2018 war das Kleinod bei einem Unfall beschädigt worden. Ein 22-Jähriger war mit seinem Auto bei einem Überholmanöver mit einem Lkw kollidiert und hatte sich schwer verletzt. In Folge des Zusammenstoßes überschlug sich das Auto des jungen Mannes, landete im Feld und zog das Kreuz in Mitleidenschaft (der GA berichtete).

In einer E-Mail an den General-Anzeiger hatte sich Ilse Niemeyer, CDU-Ratsfrau und Impekovens Ortsvorsteherin, gefragt, was mit dem Kreuz weiter passiere. Die Gemeindeverwaltung weiß eine Antwort darauf. „Aufgrund der Ermittlungen der Polizei, der Schadensanzeige und der anschließenden Abwicklung mit der Versicherung des Unfallverursachers ist das Kreuz noch nicht wieder errichtet worden“, teilt Gemeindesprecherin Maryla Günther mit. Erst wenn klar sei, welche Kosten übernommen würden, werde das Kreuz wieder aufgebaut, sagt Günther weiter.

Nachfrage der Ortsvorsteherin

Das eigentliche Kreuz sei übrigens durch den Ortsausschuss Volmershoven-Heidgen nach dem Unfall gesichert worden. Auch seien Angebote für die Restaurierung eingeholt worden, so Günther: „Was vor Ort noch zu sehen ist, sind nur Reste der Anbringung und die Fundamentteile des Kreuzes.“ Diese würden ebenfalls wiederhergestellt und errichtet, wenn die Schadensabwicklung über die Versicherung erfolgt sei. Auch dafür seien bereits alle notwendigen Schritte durch die Gemeinde Alfter erfolgt.

Der Ortsausschuss Volmershoven-Heidgen hatte das Kreuz gemeinsam mit dem Bauhof errichtet. Es wurde 2012 durch Pfarrer Rainald M. Ollig gesegnet. Geschaffen wurde das Stück von dem Schreiner Johannes Hilger als Ersatz für ein verfaultes Vorgängerkreuz. Wie Heinz-Dieter Flamme in seinem Buch über die Wegekreuze in Alfter darlegt, hatte es bereits 1652 ein Wegekreuz in dem Bereich gegeben. Allerdings etwas mehr in Richtung Volmershoven, am heute nicht mehr existierenden Bergerweg – daher auch der Name „Bergerkreuz“.