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Bauen in Witterschlick: Witterschlick soll um 400 Wohneinheiten wachsen

Bauen in Witterschlick : Witterschlick soll um 400 Wohneinheiten wachsen

Die Gemeinde Alfter möchte, wie im Flächennutzungsplan vorgesehen, auf einem Areal zwischen Buschkaulerweg und Ramelshovener Straße neue Wohnflächen schaffen.

Für diese Planung mit dem Namen „Buschkauler Feld“ stellt sie am Donnerstag in der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung eine städtebauliche Rahmenplanung vor.

„Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, vor dem Bebauungsplanverfahren zunächst den Rahmen abzustecken“, sagte Alfters Bürgermeister Rolf Schumacher auf Anfrage. Das ist für das etwa 13,5 Hektar große Gebiet nordwestlich von Witterschlick auch deshalb sinnvoll, da es erst nach und nach entwickelt werden soll.

Entlang der Ramelshover Straße am Gewerbegebiet Witterschlick sollen weitere Gewerbeflächen entstehen. Dahinter sind Mehrfamilien-, Reihen- und Doppelhäuser sowie frei stehende Eigenheime avisiert. Insgesamt sieht der Rahmenplan mehr als 400 neue Wohneinheiten vor.

Das Baugebiet „Gartenweg“ sei bereits ausverkauft, sagte Bürgermeister Schumacher. Das habe ihn ermutigt, den Plan „Buschkauler Feld“ in Angriff zu nehmen. Zumal die Schülerzahlen für die Witterschlicker Grundschule ab nächstem Schuljahr nach den vorliegenden Schätzungen deutlich abnehmen. „Der Ortsteil Witterschlick ist bei jungen Familien wegen der hervorragenden Infrastruktur sehr beliebt“, so Schumacher. Es vergehe keine öffentliche Veranstaltung, ohne dass er von jungen Familien gefragt werde, wo sie bauen können. Jetzt gehe es darum, die Infrastruktur zu erhalten.

Zwei Planvarianten

In der Sitzung werden zwei Planvarianten vorgestellt. Der sogenannte modulare Entwurf besteht aus einem Eigenheimgebiet zwischen der Ortslage im Süden, einem Eigenheimgebiet im nordwestlichen Teil sowie einem Gebiet für Geschosswohnungsbau im nordöstlichen Teil. Die Anbindung an die Ramelshovener Straße erfolgt zentral gegenüber der Straße „Auf dem Schurweßel“. Die Zusammenfassung der Geschosswohnungsbauten schafft günstige Voraussetzungen für eine semizentrale Energieversorgung und eine Kraft-Wärme-Kopplung.

Der andere, sogenannte Parzellenentwurf gliedert das Plangebiet durch eine zusätzliche urbane Grünachse entlang der zentralen Anbindung an die Ramelshovener Straße gegenüber der Straße „Auf dem Schurweßel“. Diese Grünflächen teilen das Plangebiet in drei große Areale. Die Grundstücke für Geschosswohnungsbauten sind auf die verschiedenen Quartiere verteilt, was städtebaulich sinnvoll ist, aber eine Versorgung durch Kraft-Wärme-Kopplung verhindert. Zusätzlich sind Flächen für Sonderbauformen wie Bungalows und Kleinhäuser vorgesehen. Der gewerbliche Teil der nördlichen Bauflächen wird bei beiden Entwürfen direkt von der Ramelshovener Straße aus erschlossen.

Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung diskutiert am Donnerstag, 10. März, ab 17 Uhr im Ratssaal des Alfterer Rathauses, Am Rathaus 7 in Oedekoven, über die städtebauliche Rahmenplanung.