Abschied: Werner Jaroch: Ein Leben für Alfter

Abschied : Werner Jaroch: Ein Leben für Alfter

Mehr als 300 Trauergäste haben in Alfter Abschied von Werner Jaroch genommen. Dem engagierten Christdemokrat und Ehrenämtler lag das Brauchtum besonders am Herzen.

Der Trauerzug von der Pfarrkirche Sankt Matthäus hinauf zum Friedhof wollte nicht enden, was ein letztes Mal untermauerte, wie beliebt der Verstorbene war. Mehr als 300 Trauergäste erwiesen Werner Jaroch am Gründonnerstagmorgen die letzte Ehre. Jaroch, viele Jahre Ortsvorsteher von Alfter, Vorsitzender des Ortsausschusses, Ratsherr und fünf Jahre Vizebürgermeister, war am Samstag im Alter von 72 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Am Grab senkten gut ein Dutzend Vertreter der Ortsvereine ihre Traditionsfahnen zu einem letzten Gruß.

Unter den Trauernden befanden sich der Alfterer Bürgermeister Rolf Schumacher, der Bundestagsabgeordnete Norbert Röttgen, der Landtagsabgeordnete Oliver Krauß sowie viele Kommunalpolitiker und Verwaltungsleute. Zuvor im Gottesdienst hatte Pfarrer Rainald Ollig das Leben Jarochs skizziert und ihm für alles gedankt, was er Alfter hinterlassen habe. Er habe sich „mit Leidenschaft“ für den Ort eingesetzt, ob im Rat oder als Sankt Martin für die Kinder.

Als Vereinsmensch habe ihm besonders das Brauchtum am Herzen gelegen. Ollig nannte den Erhalt der Judas-Thaddäus-Kapelle und das Haus der Alfterer Geschichte. Bezug nehmend auf das Evangelium, in dem vom Weizenkorn, das reiche Frucht bringt, die Rede war, sagte Ollig: „Werner Jaroch hat in Alfter viele Weizenkörner ausgestreut.“

Auf Bitte der Familie hielt auch der CDU-Fraktionsvorsitzende im Alfterer Rat, Barthel Schölgens, in der Kirche eine kurze Ansprache. Werner Jaroch habe trotz Krankheit seine ganze Kraft ins Ehrenamt gelegt und die Nähe zu den Menschen gesucht. Karneval, Kirmes, Sankt Martin – er sei immer für andere da gewesen. Schölgens: „Er war durchsetzungsstark und großzügig, konnte aber auch stur sein.

Er hatte einen hintergründigen Humor und liebte die Natur, besonders seine Pferde und die Esel.“ Es habe wohl keinen Tag gegeben, den er nicht auf der Koppel bei seinen Tieren verbracht habe. „Die CDU ist stolz auf ihn. Er hat sich sehr für das Wohl aller Bürger eingesetzt. Wir werden Werner Jaroch in dankbarer Erinnerung behalten.“

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