Keine Fördergelder in 2019: Umbau des Dorfplatzes in Impekoven verzögert sich

Keine Fördergelder in 2019 : Umbau des Dorfplatzes in Impekoven verzögert sich

Der Dorfplatz in Impekoven sollte ab diesem Frühjahr neugestaltet werden. Doch die Maßnahmen verzögern sich, da Alfter in diesem keine Fördergelder für den Ortsteil erhält. Grund dafür ist der noch fehlende Haushalt.

Auf dem Impekovener Dorfplatz wird sich erst einmal nichts tun. Ursprünglich sollten die Arbeiten zur Umgestaltung des Areals im März beginnen. Nun teilte die Alfterer Gemeindeverwaltung allerdings mit, dass der Termin nicht eingehalten werden kann.

„Leider wurde einer Gewährung der Zuwendung zur Förderung für das jetzt begonnene Jahr 2019 nicht entsprochen“, teilte Bürgermeister Rolf Schumacher nun in einer E-Mail mit. Zugleich habe die Bezirksregierung Köln die Gemeinde darauf hingewiesen, dass der Antrag zur Förderung nun entsprechend für eine Bewilligung in 2020 bis zum 30. September 2019 vorgelegt werden müsse, so Schumacher weiter. Dadurch sei, vorbehaltlich der Fördermittelzusage, erst im kommenden Jahr mit der Umsetzung zu rechnen.

Neugestaltung mit großer Mehrheit beschlossen

Wie berichtet, hatte der Alfterer Gemeinderat Anfang Juli 2018 den Entwurf für die Neugestaltung des Platzes an der Ecke Unterdorf/Engelsgasse mit großer Mehrheit beschlossen. Zwei Gegenstimmen gab es aus den Reihen von SPD und Grünen, zwei SPD-Vertreter hatten sich wiederum enthalten. Zuvor hatte sich ein runder Tisch mit Vertretern aus der Impekovener Bürgerschaft und den Vereinen mit dem Projekt befasst.

Im Groben sieht der Entwurf des Planungsbüros Hicking aus Adenau folgendes vor: einen breiteren Zugang von der Straße Unterdorf, Sitzgelegenheiten am Rand, einen dekorativen Ständer für Mai- und Weihnachtsbaum, einen Bouleplatz und einen Motorikparcours am Übergang zum Moselweg, aber keinen Abstellraum für die Vereine und keine versetzbaren Bäume. Auch soll der Dorfplatz autofrei sein. Es sollen keine Parkplätze markiert werden, nur die Feuerwehr soll Fahrzeuge auf dem Platz abstellen dürfen.

"Keinerlei inhaltliche Anpassungen nötig"

Für die Gemeinde steht fest, dass der Dorfplatzumbau nicht ohne Fördermittel erfolgen kann. Die Gemeinde hat ihren Anteil an den Arbeiten auf 190 000 Euro gedeckelt. Fördergelder sollen aus einem Dorferneuerungsprogramm des NRW-Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung kommen.

Wie Alfters Pressesprecherin Maryla Günther auf Nachfrage des General-Anzeigers erläuterte, beziehe sich die jetzige Absage nicht auf die erarbeitete Planung. „Es sind keinerlei inhaltliche Anpassungen notwendig und daher bedarf es auch keiner neuen Beratung in den Gremien“, so Günther. Nach Angaben der Gemeindeverwaltung zieht der Fördergeber für seine Wertung nicht nur die Qualität des Projektes, das bürgerschaftliche Engagement oder inhaltliche Kriterien heran. Er betrachte auch unter Einbeziehung der Kommunalaufsicht die langfristige Finanzsituation der Gemeinde Alfter, hieß es weiter. „Da die Aufstellung des Haushaltes 2019/2010 noch nicht abgeschlossen ist, wurde der Antrag zurückgestellt“, erläuterte Günther.

Antrag wird erneut eingereicht

Erst wenn diese haushaltsrechtliche Voraussetzung vorliege, werde die Maßnahme erneut durch die Bezirksregierung Köln zur Bewilligung vorgeschlagen. Aus diesem Grund werde man den Antrag unverändert in diesem Herbst für das kommende Jahr einreichen, teilte Günther weiter mit. „Die Gemeinde Alfter wird diesen Termin wahrnehmen und alles dafür tun, die notwendigen Voraussetzungen zu erfüllen“, fügte sie hinzu. Insbesondere, da eine Förderung bereits positiv in Aussicht gestellt worden sei.

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