200. Hochzeit im Trauzimmer des Bahnhofs Witterschlick: "Trauung nach Fahrplan"

200. Hochzeit im Trauzimmer des Bahnhofs Witterschlick : "Trauung nach Fahrplan"

Sobald die Linie S 23 ihre Fahrt nach Bonn um 11.36 Uhr fortsetzt, wird sich getraut: Am Freitag fand bereits die 200. standesamtliche Trauung im Trauzimmer des Bahnhofs Witterschlick statt.

Unter der Leitung von Hauptstandesbeamtin Britta Johann gaben sich der 34-jährige Daniel Naumann und die 31-jährige Stephanie Biebersdorf das Ja-Wort. Die gebürtigen Bonner lernten sich im Chor des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums kennen und gehen seit 2010 gemeinsame Wege. "Wir wussten direkt, dass wir hier heiraten möchten", sagte Daniel Naumann. Neben dem besonderen Ambiente habe sich die Lage angeboten, sagte Stephanie Biebersdorf weiter.

Trotz großer Nachfrage für verschiedene Festivitäten werde die ehemalige Güterhalle seit 2009 ausschließlich für Hochzeiten und Kulturveranstaltungen genutzt, erklären die Besitzer Albert und Annette Söhngen. "Als am 8.8.2008 der General-Anzeiger über ungewöhnliche Trauzimmer außerhalb der Rathäuser berichtete, und Alfter keines besaß, kam uns die Idee die Bahnhofshalle umzufunktionieren", erzählen die beiden.

"Mittlerweile kommen Paare von weit her, unter anderem im September aus Hamburg. Die Brautleute sind Mitarbeiter der deutschen Bahn und haben unser Trauzimmer im Internet gefunden. Heute suchen Paare nach einer Eventlocation wie dieser", beschreibt das Ehepaar Söhngen den anhaltenden Andrang. In der ursprünglichen Lagerhalle kann von Anfang April bis Ende Oktober geheiratet werden.