Gielsdorfer Heide in Alfter: So war das Konzert der Bonn-Sessioneers

Gielsdorfer Heide in Alfter : So war das Konzert der Bonn-Sessioneers

Für irische Folk-Sessions ist Gielsdorf mittlerweile eine angesagte Adresse. Schon zum siebten Mal seit Bestehen des Dorfgemeinschaftshauses auf der Heide traten die Bonn-Sessioneers dort auf. Und das ganz ohne Noten und Dirigenten.

Die rund 70 Fans irischer Traditionsmusik kamen dabei nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern hatten auch weitere Wege in Kauf genommen, um einen einmaligen Abend mitzuerleben.

16 Sessioneers sorgten mit ihren Fiddles (Violinen) und Uillean Pipes (Dudelsäcken), einer Bodhrán (Trommel), Flute (Flöte) und Concertina (Handzuginstrument), Tin Whistles (Pfeifen) sowie mit Akkordeon, Gitarre und Banjo für das passende Flair. „Mit 16 Musikern haben wir in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung“, freute sich der Gielsdorfer Fiddler Wolfgang Huppertz, der die Sessions seit der Premiere 2013 jedes Jahr organisiert.

Das Besondere ist, dass sich die Musiker zwar kennen, aber in der aktuellen Zusammensetzung noch nie miteinander gespielt haben. Es gibt weder Noten noch Dirigenten. Ein Instrumentalist beginnt eine neue Melodie, gibt Tempo und Groove vor, und wer von den anderen Musikern die Melodie kennt, passt sich dem Charakter des Vorspielenden an.

„Wir spielen während der Session ausschließlich traditionelle irische Tanzmusik. Die Musiker müssen die Grundmelodien – das sind in der Regel Reel und Jigs – auswendig beherrschen“, erklärte Huppertz. Dazu gehörten unter anderem Mario Mikut (Dudelsack) und Antje Capellen (Tin Whistle). „Irische Musik hat viel Seele, und sie ist vor allem spontan. Man weiß nie, was kommt“, meinte der Rheinbacher Mikut, während für Capellen, die in Bonn wohnt, das gemeinsame Spielerlebnis „den Kopf frei macht“. Mehr als zufrieden mit der Resonanz des Abends war Albert Schäfer, Mitorganisator und stellvertretender Vorsitzender des Trägervereins Dorfgemeinschaftshaus.

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